Wir über uns

 

In'n Harvst 2005 hebbt wi speelt:

 

Jubiläumsstück 50 Jahre Volksspielbühne Rissen

Musikalischet Lustspill in dree Akten

vun Hermann Bruhn

Speelbaas: Rudi Schröder

 

 

Opföhrensdaag

Freedag, 21. Oktobermaand 2005

Sünnavend, 22. Oktobermaand 2005

Sünndag, 23. Oktobermaand 2005

Sünndag, 23. Oktobermaand 2005

Maandag, 24. Oktobermaand 2005

Dingsdag, 25. Oktobermaand 2005

 

Rullen un jüm ehr Spelers

Kuddl, Stauerviez:

Heiner Heintzsch

August, Schuermann:

Thorsten Junge

Tedje, Schuermann:

Christian Bauer

Winni, Student, de an'n Hoben arbeiden deit:   

Jonny Karnatz

Susanne, Kinnergoornersch:

Anna Richter

Ilse, Susannes Mudder un Fischhökersch:

Annelie Lettermann

Janker, Bootsmann:

Henning Lutz

Fernando, en Brasilianer:

Søren Steffens

Elvira, "Weertsfru":

Silke Lorenzen

Lichte Deerns:

Samira Müller,

 

Isabell Schumacher,

 

Stephanie Ganske,

 

Anna Wieck

Fiete, Barkassenföhrer:

Rolf Gunia

Fruunslüüd vun de VBR op Tuur:

Herta Mutschink,

 

Inge Schwenn,

 

Monika Stellmach,

 

Karin Heintzsch,

 

Anne Hagen,

 

Erna Klameth,

 

Karin Lorenzen

 

Achter de Kulissen

Speelbaas:

Rudi Schröder

Sien Hülp:

Elke Novitski

Baas vun de Dudelee:    

Jadwiga M. Bresch

Akkordeon speelt:

Kristina Junge,

 

Janne Braker

Toseggersch:

Gerda H. Arendt

Lüüd an de Siet:

Lisa Schröder,

 

Rolf Gunia

Lüchtmokers:

Karl-August Braker,

 

Hanns Wieck,

 

Simon Braker,

 

Christian Steuer

Kledaasch:

Elke Lustig

Prüük un Visaasch:   

Silke Lorenzen,

 

Karin Lorenzen

Bühnbild:

Herbert Lettermann

Bühnbu:

VBR-Crew

 

Lütt beten wat to dat Stück

Der Hamburger Hafen in den 70er Jahren ist Treffpunkt für Menschen aus vielen Ländern. Die Betriebsamkeit der Hafenarbeiter wird jäh unterbrochen, wenn es "Foftein" heißt. Wirbel in den Alltag bringt eine Erbschaft, die der Stauerviez Kuddl macht.

 

Presse

Fofteihn
Nachdem die Rezensentin mehrere übertreffliche Stücke hinter sich gebracht hatte, ging es nun zur VB Rissen. Die feierte ihr 50-jähriges Jubiläum mit einem musikalischen Lustspiel von Hermann Bruhn, Fofteihn. Eigentlich sollte man ja bei einem Jubiläumsstück etwas besonderes, außergewöhnliches, tolles erwarten. Ein Stück, von dem man noch lange begeistert sein wird. Das ist aber gerade bei einem musikalischen Lustspiel nicht so ganz einfach. Welche Bühne hat schon Spieler, die singen können oder gar Musiker sind?
Doch die erste Überraschung gibt es schon lange, bevor das Stück überhaupt anfangt, nämlich gleich am Eingang. Da stehen doch, und das gegen Ende Oktober, tatsächlich lauter sehr leicht bekleidete Damen am Eingang. Ein geradezu aufreizendes Outfit. Sollten das etwa tatsächlich Prosti..., nein Gott sei Dank, sie verteilen nur Programm- bzw. Jubiläumshefte.
Mit einer lauten Schiffssirene dann wird darauf aufmerksam gemacht, dass das Spiel nun bald beginnt. Zwei sehr charmante junge Damen (Kristina Junge und Janne Braker) sitzen am Bühnenrand und spielen mit ihrem Akkordeon typische Seemannsmelodien. Und schon befinden sich die Zuschauer in der Fischerstraat.
Dafür hat die VB Rissen ein zauberhaftes Bühnenbild aufgebaut. Sehr detailgetreu erkennt man eine typische alte Hamburger Straße samt Hafenkneipe, einem Haus gegenüber mit kaputten Fenstern und Poller am hinteren Bühnenrand. Das alles ist so gut gelungen, dass man glaubt, die Elbe förmlich riechen zu können.
Und dann die Darsteller. Wen soll man da nun hervorheben? Eigentlich niemanden, denn hier sind alle auf den Punkt genau besetzt. Es stehen richtige Typen auf der Bühne, die man aus der schönen Hansestadt nur allzu gut kennt. Da ist zunächst einmal Kuddl, der Universalerbe, den Heiner Heintzsch sehr charmant auf die Bühne bringt. Ihm steht Thorsten Junge als angelbegeisterter August in nichts nach. Sogar die Stimme passt hervorragend zu dieser Figur. Wenn auch bei dieser Herumfuchtelei mit der Angel kein Fisch der Welt auch nur eine Chance hätte anzubeißen.
Um den Nachwuchs muss sich die VB Rissen offenbar keine Sorgen machen, denn mit Jonny Karnatz und Christian Bauer, beide als Hafenarbeiter zu sehen, haben sie zwei äußerst begabte junge Schauspieler in ihrer Truppe. Letztgenannter erntete mit seinem Gesangssolo berechtigt tosenden Beifall. Eine tolle Gesangsstimme. Doch nicht nur schmucke junge Kerle gibt es bei der VB Rissen zu sehen, sondern auch einige junge Damen. Jene, die man schon am Eingang kennen lernte und die sich doch tatsächlich als Bordsteinschwalben entpuppten!
Anna Richter gibt ihre Kindergärtnerin Susanne ebenfalls sehr charmant und liebenswert ab. Søren Steffens als Brasilianer ist mit seinem Akzent und der Fähigkeit, sich seinen eigenen Namen merken und aussprechen zu können, einfach muito bom (was laut Wörterbuch so was wie „viel gut“ heißen soll). Doch auch alle anderen machen ihre Sache einfach fabelhaft.
Sehr schön auch die Idee von Inszenator Rudi Schröder, einige Ausflüglerinnen von der VBR in das Stück einzubauen und so ganz geschickt etliche Spielerinnen mit auf die Bühne zu schicken. Lediglich an der Choreographie bei den Liedern hätte man noch ein klein wenig feilen, einiges eleganter lösen können. Aber das ist nur eine Winzigkeit.
Sogar der Schluss, sprich: die Verbeugung war sehr gut ausgearbeitet. Eine durch und durch runde Sache.
Gibt es also eine Bühne, die sich der Herausforderung eines musikalischen Lustspiels stellen kann? Ja, die VB Rissen. Bei solcher Qualität sollte es ein leichtes sein, auch die nächsten 50 Jahre ein volles Haus zu haben.

(Kritik in der "Bühne", Verbandszeitung)

 

"Der grüne Papagei von Tante Mia..." - 50 Jahre Volksspielbühne Rissen
Noch tagelang gehen einem die Melodien von „Foftein" durch den Kopf, dem Musical, das die Volksspielbühne Rissen aus Anlass ihres Jubiläums erneut aufführte. Vor einem begeisterten Publikum zeigten die Schauspieler, weshalb sie eine so große Resonanz in Hamburg und Umgebung haben und dass sie zu Recht zu den besten Bühnen der niederdeutschen Sprache weit und breit gehören. 'Volksspielbühne' - da mag so mancher an Klamauk und sehr einfach gestrickte Stücke denken, und liegt damit vielfach daneben. Dem Musical „Foftein" liegt zwar eine humorvoll-verwickelte Geschichte zugrunde, aber die Art und Weise, wie sie von den Schauspielern präsentiert wurde, verdiente großen Applaus. Spielfreude, Talent, schauspielerisches Vermögen und eine flotte, mit Überraschungen garnierte Inszenierung begeisterten das Publikum. „Das haben wir gar nicht gewusst, dass es in Rissen ein so tolles Amateurtheater gibt", war von Blankeneser Besuchern zu hören, „da kann sich so manche Profibühne verstecken!" Es fängt schon mit dem Bühnenbild an. Mit Fantasie und viel handwerklichem Können wurde eine Hafenszenerie gestaltet, die problemlose Auftritte und Abgänge zuließ und auch das Geschehen hinter den Kulissen einbezog. Akkordeonmusik als Begleitung zu den vielen süffigen Melodien gehört ebenso zur Hafenatmosphäre wie Möwengeschrei und Schiffssirenen. Die notwendige Beschallungsanlage ist vorhanden, eine leistungsfähige Beleuchtung ebenfalls. Nur die Bestuhlung muss noch verbessert werden. Auf der Bühne, vor den Kulissen, da wird Schauspielfreude pur geboten. Über alle Altersstufen hinweg sind alle Rollen mit - im positiven Sinne - "Theaterverrückten" besetzt, deren Lust an der Darstellung sich unmittelbar aufs Publikum überträgt. Ein hinreißendes Trio: Die beiden jungen Schauspielerinnen (Samira Müller, Isabell Schumacher) spielten mit Hingabe ihre Rolle als „leichte Mädchen" und Bootsmann Janker (Henning Lutz) ließ sich von ihnen gern in die Mitte nehmen. Christian Bauer gelang auch sein erster Gesangsauftritt glänzend. Nachwuchssorgen kennt die Volksspielbühne Rissen e.V. nicht. In Rissen und über Rissen hinaus sind sie „Kult". Bei „Foftein" konnte man das wieder eindrucksvoll besichtigen. 'Alte Hasen' und junge Nachwuchsschauspieler führten tolle Gesangs- und Tanznummern auf und verführten das Publikum zu begeistertem Mitklatschen. Eine rundum gelungene Vorstellung, die zu dem Besten gehört, was die Volksspielbühne Rissen bisher auf die Bretter gebracht hat. Ruhig zurücklehnen können sie sich jedoch nicht, denn es gibt ständig etwas zu verbessern. Da ist sowohl bei der Lautsprecher- als auch bei der Lichtanlage noch nicht der optimale Zustand erreicht, und vor allem muss die Bestuhlung verbessert werden. Viele treue Anhänger erscheinen regelmäßig mit ihrem eigenen Kissen. „Da können leicht 35.000 Euro zusammenkommen, die wir in den nächsten Jahren investieren müssen. Allein schaffen wir das nicht", betont Thorsten Junge, der Vorsitzende des Bühnenvereins. Immerhin erhielt er am Abend der Festveranstaltung von Helge Steinmetz von der Haspa die Zusage, sich mit einem Betrag von 5.000,- Euro an den Kosten zu beteiligen. Das allein reicht natürlich nicht, und so sind schon weitere Ideen aufgetaucht wie bei spielsweise „Stuhlpatenschaften". Hierbei übernimmt der Spender die Kosten für einen Stuhl. Die Stühle sollen außerdem mit einem Anschluss für Hörgeschädigte versehen werden, so dass selbst diejenigen, die nicht mehr so gut hören, einen ungetrübten Genuss des Dargebotenen bekommen. Da die Stadt Hamburg nicht die finanziellen Mittel aufbringen will, die Aula der Schule Iserbarg zu einem voll funktionsfähigen Theaterraum auszubauen, wird die Volksspielbühne es allein schultern müssen. „In der Vergangenheit haben wir bei den Geschäftsleuten, vor allem den Handwerksbetrieben, immer einen festen Rückhalt gefunden", bedankte sich Thorsten Junge auf der Festveranstaltung, „sodass wir sicher auch in der Zukunft mit ihrer Hilfe rechnen können."

(Rissener Rundschau)

 

Die Volksspielbühne Rissen wird 50
In unserer Ausgabe vom 21.9.05 hatten wir schon kurz auf das 50-jährige Jubiläum der Volksspielbühne Rissen in diesem Jahr hingewiesen. Da der Verein „Volksspielbühne Rissen e.V." am 1. Mai 1955 gegründet worden war, werden seine Jubiläen normalerweise auch im Frühjahr gefeiert.

In diesem Jahr ist das aber anders. Da wurde im Frühjahr die Feier „750 Jahre Rissen" begangen, da am 29. April 1255 Rissen erstmals urkundlich erwähnt wird. Die geschichtliche Quellenlage für Rissen ist lange Zeit spärlich. Trotzdem konnte in der hervorragenden Festschrift „750 Jahre Rissen" viel über die Geschichte unseres Ortes zusammengetragen werden. Während für das Ortsjubiläum lediglich die Erwähnung des Namens bekannt war, kennt man bei der „Volksspielbühne Rissen" natürlich noch ganz genau die Gründungsmitglieder. Es waren der Friseur Walter Brock, dessen Salon sich in der Wedeler Landstr. 8 befand, der Bankkaufmann Gustav Felst und Bruno Weickert. Inzwischen ist die „Volksspielbühne Rissen" weit über die Grenzen Hamburgs hinaus bekannt und hat sich einen vorzüglichen Ruf als niederdeutsches Theater erworben.
1958 traten die Mitglieder der „Volksspielbühne Rissen" erstmals mit einer eigenen Produktion - dem Weihnachtsmärchen „Der Hasenhüter und die Königstochter" - vor die Rissener Öffentlichkeit. Von da an begann eine Erfolgsgeschichte, die bis heute ungebrochen anhält. Nicht nur, dass das Publikum sich auf jede neue Inszenierung freut und die Aufführungen zahlreich besucht - sehr häufig sind alle Aufführungen ausgebucht - sondern, auch der Nachwuchs versiegt offenbar nie.
Dieses Phänomen, dass es neben den erwachsenen Spielern noch die „Nesthocker" und „Bühnenspatzen" gibt, erklärt auch, warum es so viele lang anhaltende „Karrieren" von Schauspielern gibt. Viele entdecken neben der Schauspielerei die Lust am Inszenieren und treten mit ihren Produktionen vor das Publikum oder es bilden sich Darsteller-Traditionen von den Großeltern über die Eltern bis inzwischen hin zu den Enkeln. Die Namen Junge, Lettermann oder Wieck tauchen dabei in verschiedenen Altersstufen immer wieder auf. Regelrechte „Legenden" sind bzw. waren Herta Mutschink, Egbert und Hilma Wieck, Elfi Bergel, Rudi Schröder, Heiner Tewes. Neben den schauspielerischen Leistungen sorgen die jedesmal überraschend fantasievoll gestalteten Bühnenbilder für Aufsehen. Dahinter steckt eine beachtenswerte handwerkliche und logistische Leistung, und das schon über viele Jahre. Hinzu kommt eine Beleuchtungstechnik, wie sie mancher professionellen Bühne gut zu Gesicht stünde. Alles ist über einen langen Zeitraum gewachsen, finanziert durch die Mitgliedsbeiträge und in zunehmendem Maße über die Einnahmen aus den Aufführungen. Nicht zu vergessen sind natürlich auch die vielen Sponsorenbeträge, die die Haspa und die Rissener Firmen „ihrer" Volksspielbühne immer wieder zukommen lassen. Elke Lustig aus Wedel steht mit ihrem Kostümverleih für authentische, der jeweiligen Situation und Zeit angemessene Kleidung zur Verfügung.
Im traditionellen Spielort, der Aula der Schule Iserbarg, hat die „Volksspielbühne Rissen" einen Saal zur Verfügung, der über 200 Zuschauern und der Sektbar Platz bietet. Diese Sektbar, eine Errungenschaft der letzten zehn Jahre, ist das große Kommunikationscenter Rissens geworden. Rissen, das so stolz auf seine dörfliche Vergangenheit ist, zelebriert nach den Vorstellungen den Dorfklatsch in Vollendung. Die Zeit, in der im Anschluss daran handgreifliche Auseinandersetzungen die Regel waren, ist allerdings schon lange vorbei. Dennoch, das an der Sektbar Besprochene findet oftmals auf wundersame Weise doch seinen Weg in die „Dorföffentlichkeit" und erzielt nach wie vor eine gewisse subversive Wirkung. Ernst gemeint ist jedoch gar nichts, es geht einfach um den Spaß an der Freud.
Bei der „Volksspielbühne Rissen" trifft man vielfach Menschen, die sich anderweitig engagieren, z.B. der Freiwilligen Feuerwehr oder im Bürgerverein. Diese Verankerung in Rissen wird ergänzt durch Freunde von außerhalb, auch über die Kontakte zu anderen niederdeutschen Bühnen hinaus. Von Blankenese bis Altona gibt es eine feste Fangemeinde, die, ebenso wie viele Wedeler und Gäste aus der Marsch, dreimal im Jahr nach Rissen pilgern und das Frühjahrs- und das Herbststück sowie das Weihnachtsmärchen besuchen. Zum 50-jährigen Bühnenjubiläum wird das Stück „Fof-tein" aufgeführt, das bisher erfolgreichste Musical aus der Bühnengeschichte. Das musikalische Lustspiel von Hermann Bruhn wird von Rudi Schröder, der seinen 80sten Geburtstag feiert, inszeniert. Die Musikarrangements hat Frau Bresch von der Musikschule Wedel komplett überarbeitet.
Das Stück spielt im Hafenmilieu mit seinen Hafenarbeitern, Seeleuten, Fischfrauen und natürlich den Mädels aus dem Rotlichtbezirk. Eine wichtige Rolle spielt Stauervize Kuddel mit seinem ererbten Papagei. Die können bekanntlich sprechen und melden sich oft zum völlig falschen Zeitpunkt zu Wort. Das ist auch in diesem Stück so und sorgt oftmals für
nicht geringe Verwirrung. Eine Besonderheit bei den Aufführungen der Volksspielbühne ist die sogenannte „Verständnis-Garantie". Wer die plattdeutschen Dialoge nicht verstanden hat, darf noch einmal üben - kostenlos. Bisher ist das aber noch nicht oft in Anspruch genommen worden.

(Rissener Rundschau)

 

Szenen-Fotos

 

Anna Richter - Thorsten Junge

 

Heiner Heintzsch - Thorsten Junge - Christian Bauer

 

Annelie Lettermann - Heiner Heintzsch - Thorsten Junge - Christian Bauer

 

Samira Müller - Henning Lutz - Isabell Schumacher

 

Annelie Lettermann - Thorsten Junge

 

Annelie Lettermann - Heiner Heintzsch - Thorsten Junge - Christian Bauer -

Jonny Karnatz - Anna Richter

 

Heiner Heintzsch - Annelie Lettermann

 

Christian Bauer - Søren Steffens - Heiner Heintzsch

 

Christian Bauer - Heiner Heintzsch

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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