Wir über uns

 

Im Sommer 2003 spielten die Nesthocker:

 

Kriminalstück in drei Akten

von Agatha Christie

Deutsch von Anne-Marie Jensen

Regie: Sybille Lettermann

 

 

Aufführungstage

Freitag, 13. Juni 2003

Sonnabend, 14. Juni 2003

Sonntag, 15. Juni 2003

 

Personen und ihre Darsteller

Monsieur Hercule Poirot:

Christian Bauer

Captain Arthur Hastings:

Meike Rubach

Sir Claud Amory, Erfinder:

Marcus Hansen

Richard Amory, sein Sohn:

Jonny Karnatz

Lucia Amory, seine Frau:

Beate Teichmann

Ms. Caroline Amory, Sir Clauds Schwester:    

Annalies Karnatz

Ms. Barbara Amory, Sir Clauds Nichte:

Anna Wieck

Ms. Tredwell, Hausmädchen der Amorys:

Patricia Dadras

Ms. Edwina Raynor, Sir Clauds Sekretärin:

Isabell Schumacher

Dr. Carelli, ein Gast aus Italien:

Samira Müller

Inspector James Japp:

Darius Dadras

 

Hinter den Kulissen

Regie:

Sybille Lettermann

Regie-Assistenz:    

Stephanie Ganske

Souffleuse:

Alina Friede

Inspizienz:

Gesa Junge,

 

Annelie Lettermann

Licht + Ton:

Karl-August Braker,

 

Simon Braker

Kostüme:

Elke Lustig,

 

Annelie Lettermann

Maske und Frisuren:   

Silke Lorenzen,

 

Karen Wieck

Bühnbild:

Herbert Lettermann

Bühnenbau:

VBR-Crew

 

Handlung

Abbot's Cleve, der Landsitz von Sir Claud Amory, ca. 25 Meilen von London entfernt; 1930. An einem stürmischen Gewitter-Abend versammelt Sir Claud Amory seine gesamte Familie bei sich. Die Gesellschaft macht bald die erschreckende Entdeckung, dass alle Ein- und Ausgänge verschlossen sind. In diesem von Unsicherheit und Angst beherrschten Moment eröffnet Sir Claud der angespannten Versammlung, dass ein wichtiges Dokument aus seinem Safe gestohlen wurde. Er sei aber bereit, dem Dieb die Gelegenheit zu geben, das Schriftstück im Schutze der Dunkelheit zurückzulegen. Das Licht wird gelöscht, ein Rascheln, ein Poltern, und als der Raum sich wieder erhellt, liegt der Hausherr tot in seinem Sessel. Ein Donnerschlag lässt die Gesellschaft erneut zusammenfahren, und im flackernden Licht des Blitzes erscheinen Monsieur Hercule Poirot und Captain Arthur Hastings in der Tür. Detektive, die von Sir Claud engagiert wurden. Nur leider zu spät. Jetzt liegt es an den beiden, die undurchsichtigen Verhältnisse der altehrwürdigen Familie zu durchleuchten und neben dem Dieb des Formeldokumentes nun auch den Mörder ihres Auftraggebers zu finden, um eine globale Katastrophe abzuwenden...

 

Die Autorin

Dame Agatha Mary Clarissa Miller Christie Mallowan wurde am 15. September 1890 in England als Tochter eines wohlhabenden Amerikaners geboren. Sie besuchte keine Schule, sondern wurde zu Hause ausgebildet und studierte später Musik in Frankreich. Als sie 1912 nach England zurückkehrte, traf sie Colonel Lieutenant Archibald Christie und heiratete ihn am 24. Dezember 1914, am Beginn des ersten Weltkrieges. Während ihr Mann zum Kriegsdienst nach Frankreich versetzt wurde, arbeitete sie in einem Krankenhaus, wo sie ihr umfassendes Wissen über Gifte ansammelte und ihren ersten Kriminalroman schrieb. In diesem ersten Buch spielt Hercule Poirot die Hauptrolle, der neben Miss Marple zu ihrer bekanntesten Romanfigur wurde. Poirot wurde so berühmt, dass die "New York Times" auf Seite eins einen Nachruf druckte, als sie ihn im letzten Poirot-Roman "Vorhang" sterben ließ. 1926 ließ sich Agatha scheiden, weil ihr Mann sich in eine andere Frau verliebt hatte. Im selben Jahr starb ihre Mutter. Agatha trug einen Schock davon und verschwand für elf Tage. Dann tauchte sie in einem Krankenhaus wieder auf; sie hatte ihr Gedächtnis verloren. Nach ihrer Scheidung bereiste sie den nahen Osten, wo sie ihren zweiten Mann kennen lernte, den Archäologen Max Mallowan. Sie sagte einmal: "Ein Archäologe ist der beste Ehemann, den eine Frau haben kann. Je älter sie wird, desto mehr interessiert er sich für sie." Im zweiten Weltkrieg arbeitete sie erneut im Krankenhaus. 1971 wurde sie geadelt und starb am 12. Januar 1976 im Alter von 85 Jahren. Ihre 70 Romane und über 100 Kurzgeschichten machten sie zur erfolgreichsten Schriftstellerin aller Zeiten. Einer UNESCO-Studie zufolge liegt sie auf der Rangliste der meistgelesenen Bücher hinter der Bibel und Shakespeare auf Platz 3! Zu den bekanntesten Verfilmungen zählen "Mord im Orient-Express" mit Albert Finney (1974), "Der Tod auf dem Nil" (1978) und "Das Böse unter der Sonne" mit Peter Ustinov als Poirot. In den Augen vieler Fans ist aber David Suchet in der Poirot-Fernsehserie (1989-heute) der Schauspieler, dem die glaubwürdigste Verkörperung des berühmten Detektivs gelang. Für viele ist er der einzig wahre Poirot.

 

Presse

Poirot überführt Sekretärin - Überzeugende Vorstellung der „Nesthocker"
Rissen (lue). Wer hat die Formel eines tödlichen Virus' gestohlen, und wer hat dessen Erfinder Sir Claude Amory umgebracht? Bis zuletzt blieben diese Fragen wegen der vielen Verdächtigen offen, ein Verdienst der Textvorlage - Agatha Christies „Monsieur Poirot und der schwarze Kaffee" -, und ebenso im guten Spiel der Jugendgruppe der Volksspielbühne Rissen begründet. Die 15- bis 22-jährigen Amateurschauspieler der Gruppe „Die Nesthocker" spielten das Kriminalstück in drei Akten mit viel Ausdruck und begeisterten das Publikum während der Vorstellungen.

Das Bühnenbild betonte ein großbürgerliches Ambiente, dessen Vornehmheit sich rasch als Fassade entpuppte. Der von Hausherr Sir Claude zur Aufklärung des Formeldiebstahls herbeibeorderte Meisterdetektiv Hercule Poirot (glänzend gespielt von Christian Bauer) betrat die Bühne erst, nachdem der Erfinder vergiftet worden war.
Mit lässig-distahzierten Gesten gab Bauer gekonnt einen gleichermaßen brillanten wie snobistischen Poirot. Die Schwiegertochter Lucia Amory (Beate Teichmann) wurde als Hauptverdächtige ebensowenig als Täterin überführt wie ihr Mann Richard (Jonny Karnatz), auch wenn diesen Schulden plagten. Poirot überrascht in der Abschluss-Szene mit der Lösung: Die scheinbar völlig unverdächtige Sekretärin Edwina Rayor wollte mit der Formel das große Geld machen.
Der Theaterabend überzeugte auch durch das hohe Niveau von Bühnenbild, Kostümen und Bühnentechnik. Für die seit fünf Jahren als eigenständige Gruppe bestehenden „Nesthocker" war dies das erste abendfüllende Stück für Erwachsene. Seit Januar studierten die Jugendlichen das Kriminalstück ein. „Ein Probenwochenende hat viel gebracht, wir haben mit Rollenspielen und Traumreisen gearbeitet. So bekamen die Schauspieler eine klare Vorstellung der zu verkörpernden Charaktere", berichtet Regieassistentin Stephanie Ganske-Dreßler. Außerdem brächten die meisten Erfahrungen aus Theater-AGs ihrer Schulen ein.
Für die jungen Amateurschauspieler stehen auch Improvisationsübungen und Sketche auf dem wöchentlichen Übungsprogramm. Diese kurzen Stücke tragen sie auch bei Vereinsfeiern vor. Außer dem Theaterspiel verbindet die jungen Mimen die Geselligkeit bei gemeinsamen Unternehmungen.

(Wedel-Schulauer Tageblatt)

 

Szenen-Fotos

 

 

Annalies Karnatz - Beate Teichmann - Anna Wieck

 

Samira Müller - Anna Wieck

 

Jonny Karnatz - Beate Teichmann

 

 

Christian Bauer - Beate Teichmann

 

Christian Bauer - Meike Rubach

 

Samira Müller - Annalies Karnatz

 

Isabell Schumacher - Christian Bauer

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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