Wir über uns

 

In't Fröhjohr 2002 hebbt wi speelt:

 

Familien-Farce in dree Akten

vun Johann-Maria Meredig

Speelbaas: Andreas Prieß

 

 

Opföhrensdaag

Freedag, 22. Märzmaand 2002

Sünnavend, 23. Märzmaand 2002

Sünnavend, 23. Märzmaand 2002

Sünndag, 24. Märzmaand 2002

Maandag, 25. Märzmaand 2002

Dingsdag, 26. Märzmaand 2002

 

Rullen un jüm ehr Spelers

Ernst-Martin Fleischhauer:

Dirk Steffens

Gerhild Fleischhauer:

Sabine Mutschink

Ernst-Friedrich "Fiedi" Fleischhauer:    

Christian Bauer

Rudolf "Rudi" Lehrmann:

Henning Lutz

Gabi Lehrmann:

Stephanie Ganske

Susanne Lehrmann:

Beate Teichmann

 

Achter de Kulissen

Speelbaas:

Andreas Prieß

Sien Hülp:

Anna Richter

Toseggersch:

Annalies Karnatz

Lüüd an de Siet:

Samira Müller,

 

Isabell Schumacher

Prüük un Visaasch:   

Silke Lorenzen,

 

Karin Lorenzen,

 

Karen Wieck

Kledaasch:

Elke Lustig

Lüchtmokers:

Hanns Wieck,

 

Karl-August Braker,

 

Klaus Gogoll,

 

Christian Steuer

Bühnbild:

Herbert Lettermann

Bühnenbau:

VBR-Crew

 

Lütt beten wat to dat Stück

Die Familien Fleischhauer und Lehrmann werden von der Behörde für Gesundheit und Sozialverhalten zu einem zweiwöchigen Urlaub auf der Hallig Medewatt eingeladen. Auf Medewatt gibt es jedoch nur ein Ferienhäuschen, das weder mit Fernsehen oder Radio, noch mit Telefon, Telefax oder Computer ausgestattet ist. Zudem treffen beide Familien, im Glauben, sie seien allein auf der Hallig, gleichzeitig auf Medewatt ein. So müssen sich der Lehrer Ernst-Martin Fleischhauer mit Frau Gerhild und Son Ernst-Friedrich mit der Familie des selbstständigen Schlachtermeisters Rudolf Lehrmann, der mit seiner Frau Gabi und der reizenden Tochter Susanne angereist ist, das bescheidene Domizil teilen. Dabei treffen Schöngeist und Proletariat aufeinander, was für Zündstoff sorgt, schier unlösbare Konflikte hervorruft und zur Teilung von Hallig und Haus führt. Während zwischen den Eltern ein Machtkampf entbrennt, kommen sich die Kinder näher und versuchen den Streit beizulegen. Erst ein heimlich eingeschmuggelter Fernseher glättet auch unter den Vätern bei einer Fußballübertragung die Wogen. Jedoch finden diese nach feucht-fröhlicher Nacht nicht das richtige Bett...

 

Presse

Kultur
Von den Brettern, die die Welt bedeuten:
"Medewatt" in Rissen
Da haben sie nun 14 Tage einsamen Hallig-Urlaub geschenkt bekommen für Papa, Mama und den fast erwachsenen Sohn...! Ohne Telefon, ohne Fernseher, aber mit einem Kühlschrank, dessen Inhalt für die doppelte Personenzahl reichen würde. Man freut sich ein Bein ab. Mama kann die erste Nacht mit Papa im kuscheligen Alkoven kaum abwarten. Da erscheint ein weiterer Papa mit Mama und einem ziemlich attraktiven Töchterchen! Auch sie sind Gäste der Behörde für Gesundheit und Forschung! Die Männer wollen sofort abfahren, die Frauen nicht. Das Töchterchen schmollt. Stinkfad hier, nicht einmal das Handy funktioniert. Der Studienrat fühlt sich dem hemdsärmeligen Schlachtermeister überlegen. Seine biedere Frau ist empört, mit solchen Leuten auf engem Raum zusammen leben zu sollen - Big Brother läßt grüßen! Im 2. Bild ist der Esstisch bereits durch eine Decke mittig geteilt, die eine Familie auf der einen, die andere auf der anderen Seite. Man geifert sich an, Schlachter Rudi pafft genüsslich und voller Häme seine Zigarre zur anderen Seite hinüber, Fenster werden aufgerissen, wieder zugeknallt, jede Partei beansprucht eine Hälfte des Fensters für sich. Nur die Kinder bleiben gelassen. Der qualmende Rudi (Henning Lutz) hat es Punkt 8 Uhr eilig, in seinen Alkoven zu kommen. Auch des Studienrates Gattin Gerhild (Sabine Mutschink) steigt, in verheißungsvolles Schwarz gewandet - wie für die Oper und dennoch unendlich bieder - in die Federn, während der füllige und rechtschaffene Ehemann (Dirk Steffens) bedächtig den seidenen Morgenmantel auszieht, mit akribischer Sorgfalt zusammenlegt und die Schuhe zurechtrückt, ehe er der Angetrauten ordnungsgemäß ins eheliche Bett folgt. Als die muntere und sexy Gabi (Stephanie Ganske-Dreßler) die Tür zum ehelichen Alkoven öffnet, wallt dicker Zigarrenqualm ihr aus dem Bett entgegen. Rudi ist total gefesselt vom Fußball-Spiel auf dem in seiner großen Reisetasche „hereingeschmuggelten" Fernseher, eine Flasche in der einen, die Zigarre in der anderen Hand: Das Publikum ist zu Recht begeistert. Gaby flüchtet zur Tochter. Die Männer aber finden plötzlich zusammen über Fußball und Alkohol. Der Fernseher kommt vom Bett auf die Mitte des Tisches, die „Mauer" fällt.
Wiederholter Szenenapplaus für die beiden so wunderbar verschieden angelegten Typen bei Suff und Fußball. Sie hinterlassen einen Tisch voll leerer Bierflaschen, verwechseln die Betten - na, na, sie werden doch nicht..., aber sie sind viel zu betrunken, und die Gattinnen scheinen auch nichts zu merken. Es ist also sehr viel weniger pikant als bei Zeus und Alkmene.
Auch ,,Fiedi", der noch unerfahrene und schüchterne Sohn, glaubwürdig gespielt von Christian Bauer, und die kesse und weniger schüchterne Susanne (Beate Teichmann) sind sich näher gekommen - Romeo und Julia inmitten ihrer verfeindeten Familien - und gemeinsam entschwunden. Wenn die empörte Frau Gerhild ihren noch beduselten Ehemann einmal hätte ausreden lassen, sie hätte schneller begriffen, dass nicht der prollige Schlachter allein die Flaschen-Batterie geleert hatte. Sabine Mutschink und Dirk Steffens hätten aber ihre Fähigkeit nicht zeigen können, solch schwierige Dialoge („Klappsätze") zu meistern, und uns wäre ein bisschen Spaß verloren gegangen. Henning Lutz als Rudi zeigte ein umwerfend kommödiantisches Talent beim Schnarchen wie beim Saufen, beim Herumbrüllen wie beim Schnippen mit den Hosenträgern - und überhaupt! Andreas Prieß, der junge „Speelbaas", den wir bisher nur als Liebhaber kannten, hat seine Truppe wirklich gut geführt. Das Lob für ihn war entsprechend.
Ein Friesenhaus mit einer Stube wie der auf der Bühne hätte sicher manch einer von uns sehr gern! Herbert Lettermann un sien Lüüd haben hier wirklich mal wieder bis in schönste Details Bewunderungswürdiges geleistet. Der gewohnte Applaus für sein Bühnenbild kam denn ja auch prompt! Die Premierenfeier nach dem großen Erfolg zeigte einmal mehr den Teamgeist aller Beteiligten, der für Prüük, Visaasch und Kledaasch zuständigen, der Lüchtmokers und Toseggersch, all de Lüüd an de Siet des Speelbaas, die sich „achter de Kulisssen afmaracht" haben. Und dazu natürlich die vielen alten und jungen Freunde der Volksspielbühne Rissen.

(I. Boos, Rissener Rundschau)

 

Szenen-Fotos

 

 

Dirk Steffens - Sabine Mutschink - Christian Bauer

 

Henning Lutz - Stephanie Ganske - Beate Teichmann

 

Dirk Steffens - Sabine Mutschink - Beate Teichmann - Stephanie Ganske - Henning Lutz

 

 

Dirk Steffens - Henning Lutz

 

Christian Bauer - Beate Teichmann

 

Beate Teichmann - Christian Bauer - Henning Lutz - Stephanie Ganske

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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