Wir über uns

 

In't Fröhjohr 2001 hebbt wi speelt:

"Tratsch in't Treppenhuus"

 

Kummedie in veer Akten

vun Jens Exler

Theaterverlag Karl Mahnke - Verden/Aller

Speelbaas: Henning Lutz

 

 

Opföhrensdaag

Freedag, 6. Aprilmaand 2001

Sünnavend, 7. Aprilmaand 2001

Sünnavend, 7. Aprilmaand 2001

Sünndag, 8. Aprilmaand 2001

Maandag, 9. Aprilmaand 2001

Dingsdag, 10. Aprilmaand 2001

 

Rullen un jüm ehr Spelers

Hanne Knoop, Wittfru:

Karin Selchow

Heike Seefeldt, Ünnermiedersch bi Fru Knoop:

Anna Richter

Ewald Brummer, Stüerinspekter a.D.:

Günter Schramme

Dieter Brumme, sien Neffe:

Andreas Prieß

Meta Boldt, en Naversch:

Karen Wieck

Bernhard Tramsen, Slachtermeister un Huuswart:   

Henning Lutz

Herr Seefeldt, Heikes Vadder:

Heiner Heintzsch

Felix, en Bäckerjung:

Prologus: Samira Müller

 

Epilogus: Annalies Karnatz

 

Achter de Kulissen

Speelbaas:

Henning Lutz

Sien Hülp:

Heiner Heintzsch

Toseggersch:

Christine Steffens

Lüüd an de Siet:

Elke Mißfeldt,

 

Rolf Gunia

Prüük un Visaasch:   

Silke Lorenzen,

 

Karin Lorenzen

Kledaasch:

Elke Lustig

Lüchtmokers:

Hanns Wieck,

 

Karl-August Braker,

 

Christian Steuer

Bühnenbau:

VBR-Crew

 

Lütt beten wat to dat Stück

Das Stück spielt im Treppenhaus eines Mietshauses. Die Witwe Hanne Knoop beherbergt die junge Heike Seefeldt als Untermieterin in ihrer Kammer. Das gibt Anlass zum Tratsch. Schließlich ist das gegen den Mietvertrag. Als nun auch noch Dieter, der Neffe von Nachbar Ewald Brummer, auftaucht und ein Auge auf Heike wirft, sorgt das für Aufruhr im Mietshaus. Meta Boldt lässt auch wirklich kein gutes Haar an ihren Mitmietern und sorgt für einige Missverständnisse und handfeste Auseinandersetzungen. Lässt sich Hauswirt Bernhard Tramsen von ihr einwickeln und wird selbst Heikes Vater, Herr Seefeldt, Opfer der Schludereien?

 

De Autor

Der Flensburger Jens Exler (1914-1987) betrieb seine Autorentätigkeit nebenbei. Hauptberuflich war er als Bautechniker in einer Wohnungsbaugesellschaft tätig. Seine große Leidenschaft galt der niederdeutschen Sprache, für deren Erhalt und Pflege er sich seit frühester Jugend einsetzte. So entstanden nach der  hamburgischen Fassung auch eine kölsche, bayerische, sächsische, schwäbische, fränkische, badische, hessische Fassung und so weiter und so weiter.

 

Presse

Tratsch in't Treppenhuus - Soviel Volksspielbühne war noch nie! Einfach göttlich!
Premiere der Volksspielbühne in der Aula der Iserbargschule. Schon das Bühnenbild erhält den ersten dicken Applaus. Flur oder Treppenhaus in einem Mietshaus. Vier Wohnungstüren nebeneinander, in tristem Grau, schwarzer Zähler, auf Putz verlegte Kabel, ein bekanntes „Frisch gebohnert", Licht-Zeitschalter, Türgriffe, Klingeln, Ambiente mit Wiedererkennungseffekt. Wunderbar bis ins Detail ersonnen und nachgebildet. Zu Recht der große Beifall!
Der pensionierte Herr Brummer (Günter Schramme) und die betuliche Witwe Knoop (Karin Selchow) als Mieter. ER ist wütend über die laute Musik aus der Kammer einer Untermieterin. SIE mag es laut. Wenn Karen Wieck als Frau Meta Boldt - „Se wüllt mi wull op'n Arm nehmen, junge Mann, wat?" - "Nee. Dorto söök ik mi wat Lichteret ut, mien Daam!" - mit hochgebundenem Kopftuch und Kittelschürze in Hausschlappen die Treppe raufgeeilt kommt, geht die Sache so richtig los. Da wird geschludert und intrigiert, ausgehorcht und unterstellt, verdächtigt, verleumdet, gequatscht und gequatscht - "Ik segg jo gornix!!" -, dass es nur so rauscht. Eine Mimik hat diese Frau und Bewegungen, einen Mut zu Hässlichkeit, Ordinärem und Impertinenz, das hat Klasse! Wie sie z.B. dem Besen der Witwe Knoop, hartnäckig ihre Tiraden fortsetzend, immer wieder ausweicht: eine herrliche, kleine Studie! Da wirkt nichts angelernt. Das scheint alles spontan zu kommen. Frau Knoop und Herr Brummer zeigen augenrollend ihre Genervtheit, wenn diese Schludertasche schon wieder bei ihnen klingelt. Schlachtermeister und auch Hauswirt Tramsen kommt mit der Kündigung für Frau Knoop wegen der unerlaubten Untermieterin, aber da erscheint sie endlich selber, das Fräulein Heike (Anna Richter), jung, schlank, reizend und attraktiv im sommerlichen Glockenröckchen und mit der blonden Außenrolle der 60er Jahre. Das verändert alles. Der griesgrämige Junggeselle Brummer wechselt vom spießigen Bademantel zu einem eleganten Anzug und fordert lautere Musik, während Frau Knoop es nun gern leiser hätte. Der Schlachtermeister hält die Kündigung zurück und bringt stattdessen Blumen. Frau Boldt aber erhält neuen Stoff für ihre Tratscherei, denn inzwischen ist hinter die vierte Tür Herrn Brummers Neffe Dieter als Untermieter eingezogen und damit natürlich endlich... auch die Liebe! Natürlich auf den ersten Blick und in atemberaubendem Tempo! Wenn er in dem Tempo weitermache, meint Heike, „bün ik wull in veerteihn Daag Grootmudder."
Papa Seefeldt (Heiner Heintzsch) erscheint mit elegantem Outfit und eben solch elegantem Hochdeutsch, um das „abgehauene" Töchterchen heimzuholen. Der nicht-eingeweihte Zuschauer fragt sich, ob sein Hochdeutsch zur Rolle gehört oder Papa kein Platt kann. Aber... er kann! Seit 14 Jahren hat er nur platt auf der Bühne gesprochen. Dies ist seine erste hochdeutsche Rolle und er fühlt sich auch ein bisschen fremd damit. Einladungen von allen drei Verehrern zum Innungsball der Chinchilla-Züchter regnen auf Fräulein Heike. Aber letzten Endes gibt es natürlich zwei glückliche Paare und lang anhaltenden Applaus vom sehr amüsierten Publikum. Henning Lutz war nicht nur ein glaubwürdiger Herr Tramsen, ihm ist mit seiner ersten Regie auch eine köstliche Aufführung mit einer stimmigen Rollenbesetzung gelungen. Alle Schauspieler waren richtig gut, und Frau Boldt - ich denke, man darf es sagen - ganz besonders. Frau Christine Steffens krabbelt aus dem Souffleurkasten. Drei Monate lang zweimal in der Woche Dienst. Einmal konnte sie nicht. Das war eine Katastrophe für die Schauspieler. Nun wird sie erstmal Pause machen. Sie wie alle übrigen unsichtbaren Helfer verdienen gleichermaßen unseren Dank und unsere Bewunderung.

(I. Boos, Rissener Rundschau)


Der 125.000. Besucher
Am 8.4.2001 konnte die Volksspielbühne Rissen den 125.000 Gast im 125. Stück begrüßen.
Frau Liane Hasselwander aus Rissen konnte sich über einen Blumenstrauß und zwei Freikarten jeweils für das Herbststück 2001, Weihnachtsmärchen 2001 und Frühjahrsstück 2002 freuen und dies mit einem Glas Sekt begießen. Anschließend trug sie sich in die Vereinschronik ein. Auch allen anderen Besuchern wird für ihre Treue gedankt. Durch ihr zahlreiches Kommen sorgten sie dafür, dass erstmals fast alle Vorstellungen ausverkauft waren.
Übrigens: Es stimmt wirklich, dass am Freitag russische Gäste aus St. Petersburg, die aufgrund einer Vorführung in Hamburg in der Stadt waren, die Vorstellung besuchten. Obwohl die vier jungen Tänzer nur Russisch und Englisch verstehen, amüsierten sie sich köstlich und übernahmen sogar den Dienst an der Sektbar während der Premierenfeier. Am Sonntag, dem 8.4., hat eine Besucherin ihre Perücke verloren. Sie möge sich bitte bei der VBR melden. Selbstverständlich wird die Angelegenheit vertraulich behandelt.

(Rissener Rundschau)

 

Szenen-Fotos

 

 

Günter Schramme - Andreas Prieß

 

Anna Richter - Andreas Prieß

 

Anna Richter - Karin Selchow

 

 

Günter Schramme - Karin Selchow

 

Karen Wieck - Heiner Heintzsch

 

Karen Wieck - Henning Lutz

 

Henning Lutz

 

Günter Schramme

 

Im Rahmen dieses Stückes wurde unserem Ehemitglied

Elfi Bergel

für ihre 40-jährige Zugehörigkeit zur VBR die goldene Ehrennadel des BDAT verliehen.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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