Wir über uns

 

In'n Harvst 2001 hebbt wi speelt:

"Dat Schörengericht"

 

Lustspill in twölf Szenen

no Heinrich von Kleist

vun Friedrich Hans Schaefer

Speelbaas: Rudi Schröder

 

 

Opföhrensdaag

Freedag, 26. Oktobermaand 2001

Sünnavend, 27. Oktobermaand 2001

Sünnavend, 27. Oktobermaand 2001

Sünndag, 28. Oktobermaand 2001

Maandag, 29. Oktobermaand 2001

Dingsdag, 30. Oktobermaand 2001

 

Rullen un jüm ehr Spelers

Adam, Dörprichter:

Heiner Heintzsch

Wolter, Gerichtsraat:

Edward Rienau

Lichte, Schriever:

Dirk Steffens

Fru Martje Krull:

Annalie Lettermann

Efi, ehr Dochter:

Samira Müller

Jan Stoffel, en Buer:

Heiner Tewes

Robert, sien Söhn:

Christian Dennert

Fru Brigitte:

Silke Lorenzen

En Bedeenten:

Horst Lorenzen

En Büttel:

Armin Arendt

Grete, Huusdeern bi Adam:

Sybilly Lettermann

Lisbeth, Huusdeern bi Adam:   

Beate Teichmann

 

Achter de Kulissen

Speelbaas:

Rudi Schröder

Sien Hülp:

Renate Jarck,

 

Elke Novitski

Toseggersch:

Karin Selchow

Lüüd an de Siet:

Karin Heintzsch,

 

Lisa Schröder,

 

Gerda-Henriette Arendt

Kledaasch:

Elke Lustig

Prüük un Visaasch:   

Silke Lorenzen,

 

Karin Lorenzen,

 

Marion Fritsch

Lüchtmokers:

Karl-August Braker,

 

Hanns Wieck,

 

Christian Steuer,

 

Klaus Gogoll

Bühnbild:

Herbert Lettermann

Bühnbu:

VBR-Crew

 

Lütt beten wat to dat Stück

Alles beginnt damit, dass Frau Martje Krull mit einem Fall vor den Dorfrichter Adam kommt: Es geht um einen zerbrochenen Krug, den sie gerne ersetzt haben möchte. Der Täter scheint auch schnell gefunden, doch plötzlich neu aufkommende Geständnisse und Aussagen geben der ganzen Geschichte eine Wendung, und es geht auf einmal um mehr als einen bloßen Krug. Und als sich auch noch der Gerichtsrat Wolter zur Inspektion einfindet, um die Verhandlung zu begutachten, geht im Gerichtssaal munter die Post ab.

 

Presse

„Dat Schörengericht" - Heiner Heintzsch glänzte als Dorfrichter Adam
Dass die Volksspielbühne Rissen vor ziemlich vollem Saal spielt, ist längst keine Seltenheit mehr. Bei der Premiere am 26.10. allerdings musste manch einer sich gar mit einem Stehplatz begnügen! Ob es an dem Stück lag, übrigens einer plattdeutschen Version des „Zerbrochenen Kruges" von Heinrich v. Kleist, oder am 40. Bühnenjubiläum von Annelie Letterman, in jedem Falle war die Fülle des Saales nicht nur für den Zuschauer beeindruckend, sondern sicher gleichermaßen auch eine Freude für die Schauspieler und alle übrigen Mitwirkenden. Den ersten dicken Applaus gab's wieder mal gleich für das Bühnenbild: Es scheint, dass die Rissener eine gewisse Vorstellung haben von den vielen Gedanken, die dahinterstecken und den unzähligen Arbeitsstunden eines vielköpfigen engagierten Teams: die bis ins Detail liebevoll gestaltete friesisch-dörfliche Stube mit einem Alkoven und einem friesischen Kachelofen mit einer echten - geliehenen - Ofenklappe, Reihen gestapelter Holzscheite, Geweihen an der Wand. Ein antikes Stehpult steht bereit und ein alter Kiefernholztisch, eine Waschschüssel im Ständer von anno dazumal. Hinter dem Nesselvorhang des Alkovens wird deftig geschnarcht, während des Dorfrichter Adams despektierlich kichernde Mägde - Sybille Lettermann und Beate Teichmann - die offenbar vom Vorabend herrührende Unordnung zu beseitigen bemüht sind. Ächzend schält sich der Schnarcher im weißen Nachtkleid schließlich aus seinen Federn, ein Glatzkopf mit blutigen Schürfwunden, ein Bein sich wickelnd. „Utrutscht bün ik", erklärt er seinem etwas ungläubig dreinblickenden Schreiber Lichte - Dirk Steffens, „in mien egen Fööt vertüdelt, as ik ut mien Puuch hoochkeem, jüst even." Heiner Heintzsch in der Rolle des Dorfrichters Adam - ist seine Glatze eine tolle Maske oder ist sie echt? Sie ist echt! Heiner Heintzsch hat sie sich extra für diese Rolle geschoren und zunächst auch ein bisschen gefroren am Kopp - reagiert wunderbar nervös und ungehalten auf die unliebsamen Fragen. Im weiteren Verlauf vermag er gekonnt zu vermitteln, wie er immer mehr in die Bredouille gerät während der Gerichtsverhandlung über den zerdepperten Krug von Frau Martje in Anwesenheit des Gerichtsrates, der - Düvel ok! - gekommen ist, die ländliche Justiz „mal op'n Tähn to föhlen un'n beten Hülp un Bistand tokamen to laten". Edward Rienau ist es, der von einer Altonaer Bühnengemeinschaft im Januar dieses Jahres von der Volksspielbühne Rissen aufgenommen wurde und hier jetzt seine erste Rolle spielt; eine echte Bereicherung. Großartig, wie sein zunehmendes Erstaunen und sein Misstrauen in den Dorfrichter, der sich verzweifelt müht, ihn mit Wein abzufüllen, an seiner differenzierten Mimik und Gestik abzulesen sind. Schließlich sieht Adam nicht nur bös ramponiert aus, da gibt es ja auch noch die fehlende Perücke!
Annelie Lettermanns Auftritt dann als Frau Martje mit ihrem kaputten Krug im Arm. Statt sachlich ihre Klage vorzutragen, legt sie, durch nichts zu bremsen, los mit der nervend akribisch und dennoch bravourös temperamentvoll vorgetragenen ewig langen Lebensgeschichte ihres so wertvollen Kruges. Christian Dennert als den zukünftigen und beschuldigten Schwiegersohn Robert hält es nicht auf seinem Stuhl. Empört und vehement wehrt er sich, während Samira Müller, das zarte Töchterlein Efi, einen schweren Part hat: immer nur hilflos und blass und meist stumm muss sie sitzen, bis sich endlich am Schluss auch ihre Wut über Richter Adam Bahn brechen kann.
Dann noch ein Highlight: Silke Lorenzen als Frau Brigitte erscheint mit einer Perücke, die im Stackett unter Efis Fenster hing! Nach Annelie Lettermann nutzt nun auch sie ihren Solopart zu einem herrlich komischen, souverän und virtuos gespielten Auftritt.
Nun, man weiß, Richter Adam wird als Täter entlarvt und flieht vor der wütenden Menge. Nur Frau Martje, allein auf der Bühne zurückgeblieben, lamentiert noch solo über das nicht zustandegekommene Gerichtsurteil über ihren zerbrochenen Krug und wird "schon morgen zum Landgericht weitergehen". Der alte Theater-Hase Rudi Schröder hat hier mal wieder eine großartige Regie-Arbeit geleistet und verdient, zusammen mit seinen Schauspielern und dem Bühnenbildner Herbert Lettermann und seinem Team den großen Applaus, nicht zu vergessen Karin Selchow, die aus dem Souffleurkasten krabbelt. Und natürlich: die Kostüme von Elke Lustig! Einfach wunderbar. Einem Vergleich mit dem Ohnsorg-Theater ist diese Aufführung sicherlich gewachsen! Thorsten Junge übernimmt ein bisschen die Moderation, weil doch die Premiere zusammenfällt mit Annelie Lettermanns 40. Bühnenjubiläum. Seine Rede über „Li" müsse er kurz halten, weil doch schon morgen um 16 Uhr die nächste Vorstellung anstehe. Jeder Mitspieler überreicht Annelie eine Rose, was, als die Bühnenspatzen auch noch mit ihren Rosen anmarschiert kommen, sich zu einem riesigen Strauß summiert.
Kathrin Oehme, die Präsidentin des Landesverbandes der Amateur-Theater, ist eigens gekommen, um der Jubilarin zu gratulieren, ihre langjährige Bühnen- und Vorstandsarbeit zu würdigen und ihr für ihre 40-jährige Zugehörigkeit die goldene Ehrennadel des Verbandes zu überreichen.

(Rissener Rundschau)

 

Bühnenklassiker von Kleist „op platt
Volksspielbühne Rissen führt in der Schule Iserbarg „Dat Schörengericht" auf
Die Volksspielbühne Rissen (VBR) spielt diesen Herbst eine plattdeutsche Fassung von „Der zerbrochene Krug" nach Heinrich von Kleist (1777-1811). Bereits vor 25 Jahren, im Frühjahr 1976, wurde „Der zerbrochene Krug" aufgeführt. Es war die Fassung von Hans-Helmut Nissen mit dem plattdeutschen Titel „De tweismeten Kruuk". Es führte damals Heiner Tewes Regie, der diesmal den Vater spielt. Rudi Schröder spielte den Dorfrichter Adam und inszeniert die diesjährige Fassung. Lisa Schröder, die jetzt hinter der Bühne hilft, stellte damals eine der Mägde dar und Herbert Lettermann den Schreiber Licht. Dies Mal hat er das Bühnenbild entworfen. Silke Lorenzen, die damalige Tochter Eve, ist dieses Mal als Frau Brigitte zu sehen. Die weiteren Rollen wurden mit Egbert Wieck als Gerichtsrat, Herta Mutschink als Frau Marthe Rull, Dieter Kirschner als Vater, Günter Schramme als dessen Sohn, Hilma Wieck alsFrau Brigitte, Jörn Schröder als Bedientem und Büttel sowie Sabine Mutschink als zweiter Magd besetzt.
Die aktuelle Fassung „Dat Schörengericht" stammt von Hans Schaefer und ist, neben der damaligen, die gängige plattdeutsche Version des Stückes. Unter der Regie von Rudi Schröder verkörpert Heiner Heintzsch den diesjährigen Dorfrichter Adam. Der Gerichtsrat Wolter wird von Edward „Ed" Rienau dargestellt, der Anfang des Jahres Mitglied der VBR wurde. Christian Dennert ist seit 1992 bei der VBR und verkörpert den Beklagten Robert. Die Rolle der Efi ist die erste große plattdeutsche Rolle von Samira Müller, nachdem sie bereits den Prolog im Frühjahr 2001 spielte. Annelie Lettermann stellt zu ihrem 40-jährigen Jubiläum Frau Marthe Krull, die ihre 30. plattdeutsche Rolle ist, dar. In weiteren Rollen: Dirk Steffens als Schreiber Lichte, Heiner Tewes als Vater Jan Stoffel, Sybille Lettermann und Beate Teichmann als die Mägde Lisbeth und Grete bei Adam, Silke Lorenzen als Frau Brigitte, Horst Lorenzen als Bedienterund Armin Arendt als Büttel. Und hinter der Bühne wirken Karin Selchow als Souffleuse, Renate Jark und Elke Novitski als Regie-Assistentinnen sowie Karin Heintzsch, Gerda Arendt und Lisa Schröder ais Inspizientinnen. Die Kostüme stammen, wie seit Jahren üblich, von Elke Lustig. Gerda und Armin Arendt sind dieses Jahr in die VBR eingetreten.

(Elbe-Wochenblatt)

 

 

 

 

Ein Lebenslicht ist erloschen; leise senkte sich der letzte Vorhang für unser Ehrenmitglied Elfi Bergel. Von ihren 81 Lebensjahren - 40 Theaterjahren in unseren Reihen, dafür sagen wir danke. Wir alle werden uns lächelnd an Elfi und ihr urwüchsiges Theaterspiel erinnern.
Im Namen der VBR Annelie Lettermann
"Das Leben ist ein kleiner Funke zwischen zwei Ewigkeiten."

 

Szenen-Fotos

 

Edward Rienau

 

Heiner Heintzsch

 

Dirk Steffens - Annelie Lettermann - Christian Dennert - Heiner Tewes

 

Dirk Steffens - Armin Arendt - Samira Müller - Christian Dennert - Annelie Lettermann - Heiner Tewes

 

Dirk Steffens - Heiner Heintzsch

 

Dirk Steffens - Silke Lorenzen

 

Im Rahmen dieses Stückes feierte Annelie Lettermann ihr 40-jähriges Bühnenjubiläum.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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