Wir über uns

 

Wir spielten zu Weihnachten 1995:

"Dornröschen"

 

Märchen nach den Gebr. Grimm

von Karlheinz Komm

Regie: Karen Wieck

 

 

Aufführungen

Freitag, 8. Dezember 1995

Sonnabend, 9. Dezember 1995

Sonnabend, 9. Dezember 1995

Sonntag, 10. Dezember 1995

Sonntag, 10. Dezember 1995

 

Personen und Darsteller

Dornröschen:

Isabell Schumacher

König:

Hanns Wieck

Königin / Gute Fee:

Birgit Kornemann

Prinz:

Christian Dennert

Magd Trine / Böse Fee:

Sybille Lettermann

Koch / Minister:

Søren Steffens

Klecks, Küchenjunge / Diener:   

Hendrik Thörner

Soldat / Hauptmann:

Andreas Prieß

1. Hofdame:

Rut Lill

Frosch / 2. Hofdame / Engel:

Jana Johe

Schmetterling / 3. Hofdame / Engel:    

Anna Wieck

Fanfarenbläser / Engel:

Meike Rubach

Weihnachtsmann:

Heiner Heintzsch

 

Hinter den Kulissen

Regie:

Karen Wieck

Regieassistenz:

Heiner Heintzsch

Inspizienz:

Annelie Lettermann,

 

Anna Richter

Souffleuse:

Christel Tewes

Maske und Frisuren:

Silke Lorenzen,

 

Karin Lorenzen,

 

Christiane Wittekind

Musik:

Hans Petersen

Kostüme:

Elke Lustig

Beleuchtung:

Karl-August Braker

Bühnenmalerei:

Sybille Lettermann

Requisite:

Hans-Jürgen Lustig

Bühnenbau:

Ellinor Rother,

 

Jürgen Schönlein,

 

Hans Klameth

 

Handlung

Ein Märchen, das uns in unseren hektischen und auf Funktion orientierten Zeiten daran erinnert, was Zuneigung und Liebe bewirken können. So wird verhindert, dass "Dornröschen"  nach dem Wunsch der bösen Fee sterben muss. Sie schläft "nur" 100 Jahre. Mit der Kraft der Liebe wird sie aus diesem tiefen Schlaf erweckt.

 

Presse

Ein Blick hinter die Kulissen - Die Volksspielbühne Rissen wurde vierzig Jahre alt
Vor vierzig Jahren wurde die Volksspielbühne Rissen gegründet. Wie die vielen Leserbriefe und das Interesse aus den umliegenden Elbvororten beweisen, ist sie so springlebendig wie im Gründungsjahr. Hin und wieder hapert es zwar mal ein bißchen beim Nachwuchs, doch ehe man sich versieht, haben sich plötzlich wieder viele Jungschauspieler gemeldet, die den Weg über die "Bühnenspatzen" in das große Ensemble finden.
Mit dem Weihnachtsmärchen "Dornröschen" findet der diesjährige Aufführungszyklus sein Ende; für uns Grund genug, schnell mal einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Johanna Rarsten hat für die RR an einer Probe teilgenommen.

"Zart und zärtlich soll sie sein", Søren Steffens gerät als Koch im königlichen Schloß über Prinzessin Röschen ins Schwärmen, da holt ihn Spielleiterin Karen Wieck wieder auf die Bretter, die an diesem Probenabend in der Aula Iserbarg die Welt bedeuten: "Zierlich, Søren, im Text steht zart und zierlich!" Nicht nur Hendrik als kesser Küchenjunge "Klecks" feixt über den ersten Versprecher des Abends, auch das restliche Ensemble stimmt fröhlich ins Gelächter ein und beginnt die Szene wieder von vorne.
Sie haben richtig vermutet, wir schnuppern Theaterluft: Bühnenspatzen und erwachsene Mitglieder der Volksspielbühne Rissen, die in diesem Jahr ihr 40jähriges Jubiläum feierte, proben für "Dornröschen", das diesjährige Weihnachtsmärchen.
Eigentlich wollten wir Annelie Lettermann, die 1. Vorsitzende der VBR, treffen, doch die hatte als Inspizientin noch "alle Hände voll" zu tun. Denn gemeinsam mit Anna Richter kümmert sie sich um die Requisiten und eine "echte" Geräuschkulisse. Gleich zu Beginn des Stückes wird eine Menge Porzellan zerschlagen, doch keine Sorge, hinter der Bühne wird nicht etwa für den nächsten Polterabend geprobt, ein kleiner Scherbenhaufen sorgt für große Wirkung! Auch beim schnellen Umziehen der Schauspieler, die z.T. mehrere Rollen spielen, sind die beiden behilflich. Alles liegt in einer wohlgeordneten Reihenfolge griffbereit.
Beim Anblick des alten Spinnrades auf der Bühne interessierte natürlich die Frage: woher stammen die Requisiten? "Aus den Reihen der Mitglieder, von Bekannten oder Firmen", erklärte uns Christel Tewes, die als Souffleuse das richtige Stichwort gibt. "Jeder steuert das bei, was er hat." So schlummerte bereits ihr erstes Enkelkind - inzwischen stolze 17 - in Dornröschens Wiege, auch das alte Spinnrad steht normalerweise im Hause Tewes, das prächtige Paradekissen zierte vor vielen Jahren Lettermann'sche Betten, Gartenbank und Putten stellte die Firma Gudewer als Leihgabe zur Verfügung. "Mit dem nostalgischen Küchenschrank nebst Zubehör aus unserem letzten Stück half uns ein Ehepaar aus der Nachbarschaft aus", freute sich Annelie Lettermann. Was nicht aufzutreiben ist und angefertigt werden kann, baut Hans-Jürgen Lustig, Ehefrau Elke (Kostümverleih Wedel) ist zuständig für die Kostüme.
"Wer wählt denn die Stücke aus?", wollten wir in einer Probenpause von Annelie Lettermann wissen. "Wir - in Teamarbeit. Wir lesen alle sehr viel und beraten dann gemeinsam, welches Stück in Frage kommt und wer welche Aufgaben übernehmen kann. Häufig verbindet man bereits beim Lesen ein Stück schon mit bestimmten Personen, so ging es mir bei 'Gode Nacht, Fru Engel' und Silke Lorenzen." Auch an guten Autoren herrscht kein Mangel, erfuhren wir. Einer - Ingo Sax - war bei der letzten Premiere anwesend und von der Präsentation seines Stückes "Lütte, witte Siedenschoh" ebenso begeistert wie das Rissener Publikum, das sich seit 40 Jahren immer wieder an den lebendigen, volksnahen Aufführungen erfreut! Bereits beim ersten Stück, "Der Hasenhüter und die Königstocher", das im "Heidehaus Rissen" zur Aufführung kam, gab es begeisterten Applaus. Der Saal mußte zu jeder Aufführung von den Gründungsmitgliedern der Rissener Volksspielbühne, Walter Brock, Gustav Felst und Alfred Weickert sowie deren Mitspielern und Helfern neu hergerichtet werden, diente er doch dem Rissener Sportverein als Boxring! Seit 1967 hat die VB Rissen in der Aula der Schule Iserbarg ihr festes Domizil, deren Parkett inzwischen auch wieder vom RSV, genauer gesagt, dessen Tanzsportabteilung, aber auch von anderen Vereinen genutzt wird.
Heute zählt der gemeinnützige Verein rund 100 Mitglieder. "Wir finanzieren uns selbst", erklärt die erste Vorsitzende nicht ganz ohne Stolz. Subventionen gibt es nicht, die Einnahmen decken gerade die Ausgaben, zu denen auch eine Miete für die Nutzung der Aula während der Proben und Aufführungen gehört. Jeder Besucher erhält übrigens kostenlos ein Programmheft, das durch Inserenten finanziert wird. Die Garderobe kostet ebenfalls nichts, über freiwillige Spenden in das dort befindliche Schwein freut sich jedes Jahr der Schulverein der Iserbarg-Schule.
Gespielt wird mit Ausnahme des Weihnachtsmärchens "op platt", und zwar in erster Linie Heiteres, also Schwanke und Komödien. In der Regieführung wechseln sich Silke Lorenzen (1. Spielleiterin) und Heiner Tewes (2. Spielleiter) mit Annelie Lettermann, Herta Mutschink, Karen Wieck, Thorsten Junge, Rudi Schröder und Dirk Steffens ab. Geplant wird etwa ein Jahr - also 3 Stücke - im voraus. Im Frühjahr steht voraussichtlich "Dat Lock in de Gerechtigkeit" von Karl Bunje auf dem Spielplan, als Weihnachtsmärchen ist wahrscheinlich "Der Zauberer von Oz" zu sehen. Die Proben für das Weihnachtsmärchen dauern rund 2 Monate, für die Frühjahrs- und Herbstaufführung 3 Monate. Geprobt wird zweimal wöchentlich, eine Woche vor der Aufführung sogar täglich! Neben den Schauspielern und dem Spielleiter gibt es eine ganze Reihe "guter Geister" hinter der Bühne: Die Regieassistenz unterstützt den Spielleiter, die Inspizienz ist, wie bereits gesagt, zuständig für Requisiten, Pünktlichkeit und gute Laune der Schauspieler, die recht eng mit der gebotenen "Probenverpflegung" zusammenhängt, die Souffleuse gibt bei Bedarf das richtige Stichwort. Die Bühnenbauer werkeln nach Festlegung des Bühnenbildes an Brunnen, Scheunen, Tresen, Schiffsdeck, Zauberbaum, Mondkanone oder Hexenhaus mit Backofen... sie schrecken vor nichts zurück! Geschickte Hände kümmern sich um Frisuren, Perücken, Maske und Kostüme. Sobald die Bühne aufgebaut ist, beginnt die Arbeit der Beleuchter: Scheinwerfer werden installiert und eingestellt, mit dem Spielleiter die Ausleuchtung der verschiedenen Spielszenen besprochen. Der musikalische Leiter, der von Probenbeginn an dabei ist, sorgt für die richtigen Töne und hat nicht nur in der Badewanne, sondern auch bei einer S-Bahn-Fahrt zündende Ideen (Hans Petersens bevorzugte Strecke liegt zwischen Altona und Blankenese. Sie inspirierte ihn zum "Lied des Kochs").
Wie steht es mit dem Nachwuchs? "Eigentlich haben wir keine Sorgen", erklärt Annelie Lettermann. Ein Teil kommt aus den vor 23 Jahren von Herta Mutschink gegründeten "Bühnenspatzen". Die Kinder zwischen 7 und 16 Jahren spielen nicht nur im Weihnachtsmärchen, sondern sie erfreuen auch mit kleinen Stücken, Sketchen oder Scharaden die Bewohner von Altenheimen.
Sabine Mutschink, Petra Revello, Thorsten Junge und Dirk Steffens, alle "Bühnenspatzen der ersten Stunde", sind heute noch aktiv. "Prinz" Christian Dennert folgte einem Aufruf in der Bücherhalle, "Klecks" Hendrik Thörner fühlte sich im Weihnachtsmärchen vor 4 Jahren angesprochen und Isabell Schumacher war im letzten Jahr von Pippi Langstrumpf so begeistert, daß sie diesmal als "Röschen" Premiere hat. Anna Wieck (7) führt die Schauspielertradition in der 3. Generation fort, und auch Sybille Lettermann schnupperte bereits im Kinderwagen Theaterluft. Zur Zeit sind die Bühnenspatzen etwas "dünn" besetzt und könnten wieder eine Auffrischung vertragen (angesprochen sind Kinder, die schon lesen können. Auch die "jugendlichen Liebhaber", also junge Männer ab 20, sind rar (Nur Mut, meine Herrn!). Natürlich ist auch jeder andere Interessierte willkommen, sei es als Schauspieler, Helfer, förderndes Mitglied, Inserent oder Sponsor.
Doch zurück zur Probe, unserem Koch und seinem Problem "13 Feen und bloß 12 goldene Teller": Der Rat seines Königs war nicht unbedingt der beste. Wie das Märchen ausgegangen ist, erfahren Sie am 8., 9. und 10.12. in den Vorstellungen von Dornröschen.

(Rissener Rundschau)

 

Szenen-Fotos

 

 

Hanns Wieck - Isabell Schumacher - Birgit Kornemann

 

 

Hendrik Thörner - Søren Steffens - Andreas Prieß

 

 

Isabell Schumacher - Andreas Prieß - Søren Steffens

 

 

Søren Steffens - Sybille Lettermann

 

Sybille Lettermann

 

 

Isabell Schumacher

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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