Wir über uns

 

In'n Harvst 1988 hebbt wi speelt:

"Fofteihn"

 

Musikalischet Lustspill

vun Hermann Bruhn

mit Musik vun Otto Karl Siegmund

Speelbaas: Heiner Tewes

 

 

Opföhrensdaag

Freedag, 28. Oktobermaand 1988

Sünnavend, 29. Oktobermaand 1988

Sünnavend, 29. Oktobermaand 1988

Sünndag, 30. Oktobermaand 1988

Maandag, 31. Oktobermaand 1988

Dingsdag, 01. Novembermaand 1988

 

Rullen un jüm ehr Spelers

Kuddel, Stauerviz:

Günter Schramme

August, Schuermann:

Jörn Schröder

Tedje, Schuermann:

Dirk Steffens

Winni, Student, de an'n Hoben arbeiden deit:    

Kai Lorenzen

Susanne, Kinnergoornersch:

Sabine Mutschink

Ilse, Susannes Modder un Fischhökersch:

Christel Tewes

Janker, Bootsmann:

Rudi Schröder

Fernando, en Süüdamerikaner:

Wolfgang Prieß

Lissie:

Regine Wieck

Gerti:

Karen Wieck

Elfi:

Elfi Bergel

Karin:

Karin Lorenzen

Herbert:

Peter Maiwald

 

Achter de Kulissen

Speelbaas:

Heiner Tewes

Sien Hülp:

Elke Novitski

Lüüd an de Siet:

Hannelore Schramme

Toseggersch:

Anna Fischer

Prüük un Visaasch:

Silke Lorenzen,

 

Karin Lorenzen,

 

Sybille Lettermann,

Lüchtmoker:

Karl-August Braker

Bühnbu:

Ellinor Rother,

 

Jürgen Schönlein,

 

Hans Klameth

 

Lütt beten wat to dat Stück

Die einzigartige Atmosphäre, die in allen Häfen der Welt herrscht, entsteht aus der Verschiedenartigkeit der Menschen, die dort aufeinandertreffen: die rechtschaffenen Hafenarbeiter, die pfiffige Fischfrau, den weitgereisten Seebären, die schillernden Mädchen aus dem Rotlichtviertel und den exotisch-feurigen Südamerikaner. Der Alltag im Hafen gerät ziemlich durcheinander, als Stauervize Kuddel eine recht sonderbare Erbschaft macht. Es dreht sich alles um den Papagei, den Kuddels Tante Mia hinterlassen hat.

 

Presse

Fofteihn - Dat weer wat!
Dor hett uns de Volksspielbühne Rissen en lustig Spill henzaubert, dat weer al nich mehr "profesionell", dat weer veel mehr un kannst mit "Kritik" gornich beschrieven - wat ik sowieso ok för de Mackers, de achter de fein'n Kulissen mitholpen hebbt. Man kunn dat richtig föhlen, wat dör Spill in'n Mit'nanner (hüüt is dat "Tiemwörk") so fein aflopen kann. Dat gröttste weer jo de Gesang - solo un in chorus - mit Musik! Kannst di blots wunnern, wat se all dat so goot henkregen hebbt. In'n normol'n Alldag snackt wull keeneen platt un all gomich as Gesang!
De beiden Muskanten hebbt sich ok bannig höögt - kunnst jem ansehn. Ik froog mi blots - wo lang un wo faken hebbt se all dat instudeert? Kannst di jo nich eenfach henstelln un loossabbeln, denn weet de neegste jo nich, wann he an is. Noch to, wo de Speelboos Heiner Tewes de Vorbereitung in de Han'n un dat Geschäft an Annelie Lettermann afgeven müß - wiel de Gesundheit bi em nich mehr mitmookt hett. Wi wünscht em düchtige Dokters, dat he bald wedder in't "Team" mitmoken kann un Freid hett an sien "Vertretung", de so godet Spill henleggt hebbt.
Dor weer so veel Freid in't Spill un för uns as Publikum in de School-Aula bit op'n letzten Platz 'n Erlebnis eerste Klass! Ik meen ok för de Künstlers.
Hier nu optoschrieven, wat de een orer de anner veel orer weniger to seggen harr, to singen orer in dat Mitspill dat "Flair" vun de Kunst an'n Hoben in't rechte Licht to setten hatt hett, dat geiht nich! De Hobenjantjes, de Vietz, de Student, Kinnerdeem, Fischfro, Bootsmann un Matroos, de Süüdamerikoner, un de "Mudder" vun dat "Apartement" mit ehr Deerns - snuckelig un fein antokieken in ehr Kostüm un ok fein in Szene stellt (hebbt se wull 'n "Praktikum" afkeken?). - All hebt in ehr "Angagemang" ehr Bestet geven! Dorför seggt all Tokiekers vun ganzen Harten Dank! So as an't End vun't Spill dreeuntwintig Mitspelers op de Bretter, de de Welt bedüden, weern üm den Applaus entgegen to neh'm - noch mol un noch mol to sing'n - dat Publikum vör luder Klatschen dat Opstohn vergeten harr üm ut "Fofteihn" keen "Fierobend" to moken!
(H. Seemann, Rissener Rundschau)

 

Menschen wie Du und ich
Ende Oktober kann man sie auch mal wieder auf der Bühne bewundern: Anläßlich ihres 25jährigen Jubiläums bei der Volksspielbühne Rissen hat Christel Tewes in dem musikalischen Lustspiel „Fofteihn" die Rolle einer Fischfrau mit Herz übernommen. Regie in diesem Stück führt ihr Mann Heiner Tewes, der bereits ein Jahr länger dabei ist und im vergangenen Jahr außerdem sein 40jähriges Bühnenjubiläum feierte. Durch ihn kam die gebürtige Königsbergerin, die seit 1945 in Wedel lebt und hier erst plattdeutsch gelernt hat, zum Theater. Angefangen hatte sie, als ihre Kinder - ein Sohn und zwei Töchter -etwas größer waren. Zunächst war sie als Inspizientin unter anderem für die Requisiten zuständig und sorgte hinter der Bühne dafür, daß alles klappte. Später half sie als Souffleuse und spielte dann zwischendurch auch mal eine Rolle, ihren ersten Auftritt hatte sie bei der Volksspielbühne Rissen als Hofdame im Weihnachtsmärchen „Schneewittchen und die sieben Zwerge".
Auch Heiner Tewes kann sich noch gut an seine erste Rolle erinnern: Es war der Ziga-retten-Ede in „Slagsied", einer Aufführung des Wedeler Theatervereins. Gespielt wurde in „Köhlers Gasthof". Sein Lehrmeister war Claus Abelbeck. Nach Auflösung des Theatervereins Wedel wechselte er zur Volksspielbühne Rissen. Seine Lieblingsrollen waren Knechte mit Pfiff, Schlitzohren. Heiner Tewes: „Ein jugendlicher Liebhaber war ich nie". Aber er spielte auch ernste Rollen. Als seine schwierigste bezeichnete er „Das Leben" in der alt-niederdeutschen Gemeinschaftsaufführung der Hamburger Bühnen „Dat Appelspill" (Der Tod im Apfelbaum).
Seit ca. 10 Jahren führt er auch Regie. Außerdem sucht er passende Stücke für die Volksspielbühnen Rissen aus und überarbeitet sie. So war einer seiner großen Erfolge als Spielleiter „De tweismeten Kruuk" (Der zerbrochene Krug) im Jahre 1976.
Von Pannen auf der Bühne blieb auch Heiner Tewes nicht verschont. Er erinnert sich noch mit Schrecken an die Aufführung „Der keusche Lebemann". Der jugendliche Liebhaber Jürgen Holz verließ „einige Textseiten zu früh" die Bühne und ließ ihn mit seinem Partner Erich Hübner allein zurück. Nach Kontaktaufnahme mit der Souffleuse kam von ihr jedoch nicht das erwartete neue Stichwort, sondern der sicherlich gut gemeinte Rat „Hol ihn zurück!".
Zur Zeit wird in der Aula der Schule Iserbarg fleißig geprobt. Am 28. Oktober hat das neue Stück „Fofteihn" Premiere. Es ist das erste Musical, das die Volksbühne Rissen aufführt, und die Vorbereitungen erfordern viel Arbeit. Aber alle sind mit Lust und Liebe dabei, versichern Christel und Heiner Tewes.
Außer der Liebe zum Theater gibt es noch ein zweites gemeinsames Hobby: der Garten. Er liegt nur wenige Minuten entfernt von ihrer Wedeler Wohnung im Grünen. In einer liebevoll gestalteten Anlage - die Laube hat Heiner Tewes selbst gebaut - finden sie die nötige Entspannung. Christel Tewes: „Es ist schön, daß wir gemeinsame Hobbys haben. Dabei sind wir jung geblieben."
Nach seiner Pensionierung am 1. Oktober dieses Jahres - viele Wedeler kennen ihn vom Paketschalter des Postamtes Wedel - will Heiner Tewes sich noch intensiver mit der Bearbeitung neuer Stücke beschäftigen. JK

(Quelle unbekannt)

 

Hinter Rissener Kulissen
Schon in der Schule trug sie Gedichte leidenschaftlich vor. Und wenn sie talentiert die Lehrer imitierte, war stets die ganze Klasse amüsiert.
Doch bald beeindruckte Annelie Warnke (spätere Lettermann) einen weitaus größeren Zuschauerkreis: Zwanzigjährig kam sie zur "Rissener Volksspielbühne", für die sich im damaligen "Heidehaus Timmermann" (jetzige Country-Club-Ruine") der Theatervorhang hob.
Man schrieb das Jahr 1961 - sechs Jahre zuvor hatten drei Rissener Herren - Walter Brock, Gustav Felst und Alfred Weickert - die beliebte Bühne ins Leben gerufen. Nun mangelte es an jungen Leuten, und die angehende Sekretärin und Amateur-Schauspielerin Annelie Wamke wurde als jugendliche Liebhaberin dringend gebraucht. Auch privat war sie gefragt, denn es dauerte nicht lange, da brachte sie ihren Freund (und künftigen Ehemann) Herbert Lettermann zu fast allen Proben mit. Als versierter Bühnentechniker wurde er rasch eine wertvolle Hilfe.
Bevor die Volksspielbühne Rissen das niederdeutsche Sprachgut pflegte, wurden die Stücke ausschließlich in Hochdeutsch und "Missingsch" (Mischung aus hochdeutscher und niederdeutscher Sprache) gespielt. Erst Otto Schröder vom Ohnsorg-Theater animierte die Rissener Mimen zur plattdeutschen Schauspielerei. Lange Zeit führte der erfahrene Pensionär vorbildlich die Regie. Regelmäßig ging es auf Tournee. Nicht nur den Besuchern des Bad Bramstedter Kurtheaters, sondern auch den Haftungen der Jugendstrafanstalt Hahnöfersand spielten die Rissener Akteure plattdeutsche Bühnenstücke vor. Mit der niederdeutschen Sprache war Annelie Lettermann vertraut - erzählte doch schon ihr Großvater in dieser Mundart die schönsten Geschichten. Das Sprechen fiel ihr anfangs allerdings noch schwer. Und so mußte sie ihre erste Rolle wortwörtlich auswendig lernen und die Verbesserungen und Ermahnungen der Partner tapfer ertragen. Eine Stelle machte ganz besondere Probleme: Aus dem Satz "Avers to Huus heff ik dat Seggen" (hochdeutsch: Sagen) wurde ständig "Avers to Huus heff ik dat Sagen" (hochdeutsch: Sägen). Am Premierenabend zog sie sich dann spontan mit den Worten "Avers to Huus heff ik - Pause - de Büxen an" aus der Affäre - was die Lachmuskeln der Mitspieler kräftig strapazierte. Nach der Schließung des Timmer-mann'schen Heidehauses wurde die Volksspielbühne 1964 in der Iserbarg-Schule untergebracht. Zwei niederdeutsche Stücke sowie ein hochdeutsches Weihnachtsmärchen werden seither jährlich in der Aula aufgeführt. Annelie Lettermann entwickelte sich zur Vollblutschauspielerin, die in den verschiedensten Rollen brillierte. Daheim ging sie in ihrer schönsten Rolle auf: Töchterchen Sybille - seit nunmehr 12 Jahren mit von der Theater-Partie - wurde 1972 geboren. Neben ihrem künstlerischen Einsatz machte sich Annelie Lettermann auch noch auf andere Weise im Verein verdient. Fast 20 Jahre lang bekleidete sie das Amt der 2. Schriftführerin, bevor sie 1982 die 1. Vorsitzende der Volksspielbühne wurde. Nur zum Regieführen fehlte das nötige Selbstvertrauen. Dank der Überredungskunst des 1. Spielleiters Rudi Schröder wagte sie es dann eines Tages doch und konnte auch auf diesem Sektor ihr Können beweisen.
Von ihrem Elan hat Annelie Lettermann bis heute nichts verloren. Stets ist sie auf der Suche nach passenden und interessanten Stücken. Das bedeutet: Sie nimmt sich Zeit zum Lesen und läßt sich von anderen Bühnen inspirieren. Vorschläge - auch anderer Mitglieder - werden im Vorstand beraten.
Viele Boulevardstücke sowie englische Werke werden heutzutage ins Niederdeutsche übertragen. In Hamburg haben sich speziell Jürgen Pooch vom Ohnsorg-Theater und der Luruper Ingo Sachs auf diesem Gebiet einen Namen gemacht. Nur Komödiantisches ist in Rissen gefragt, denn die Besucher der Volksspielbühne wollen lachen und entspannen.
Proben und Bühnenbau gehen meistens Hand in Hand. Alles wurde im Laufe der Jahre perfekter, was von einem Amateurtheater nicht immer zu erwarten ist.
Was aber nützt die beste Organisation, wenn ein Mitspieler plötzlich erkrankt? Selten war dies der Fall, doch einmal passierte es gar am Tag vor der Premiere, als sich beim letzten Weihnachtsmärchen der Hauptdarsteller Zwerg Nase den großen Zeh mit einem Tisch zerquetschte. Flugs wurde eine zweigeteilte Aufführung einstudiert: Der Lädierte spielte als unverwunschener Zwerg Nase in sitzender Pose den ersten Part, während ein mutiges Mitglied kurzentschlossen die Rolle nach der Verwandlung übernahm. Und alles ging bestens über die Bühne... Die Darsteller der Volksspielbühne erhalten keine Gage - ihr Lohn ist der Applaus. Mit den Eintrittsgeldern werden alle Ausgaben finanziert, nur ein einziges Mal wurde eine Behörde in Anspruch genommen. Einiges fließt in die Veranstaltungskasse, die für Ausflüge, gemeinsame Essen oder Faschingsfeste aufgeschlossen wird. Und durch Spenden "gemästete" Sparschweine überreicht Annelie Lettermann Iserbarg-Rektor Winfried Redanz alljährlich für den Schulverein.
Für den Herbst (vom 28. Oktober bis 1. November) ist das musikalische Lustspiel "Fofteihn" angesagt. Handlungsort: Das Hamburger Hafenmilieu. Annelie Lettermann, die dieses Mal in keine Rolle schlüpft, wird aber wie immer für das Gelingen der Aufführung unentbehrlich sein.
Übrigens: Anläßlich der 75. Geburtstage von Gustav Felst und Alfred Bergel (beide sind seit über 30 Jahren bei der Volksspielbühne) können alle Herrschaften gleichen Alters dieses Theater-Ereignis kostenfrei genießen. Eintrittskarte an der Abendkasse ist der Personalausweis.

(Quelle unbekannt)

 

Szenen-Fotos

 

 

Günter Schramme

 

 

Christel Tewes - Sabine Mutschink - Kai Lorenzen

 

Karen Wieck - Rudi Schröder - Regine Wieck

 

 

Regina Wieck - Karen Wieck - Rudi Schröder - Elfi Bergel

 

 

Günter Schramme - Rudi Schröder

 

Günter Schramme - Dirk Steffens - Jörn Schröder - Kai Lorenzen

 

Jörn Schröder

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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