Wir über uns

 

Wi spelen in't Fröhjohr 1984:

"Vogeljette"

 

Nedderdüütschet Volksstück in dree Akten

vun Adolf Woderich

Speelbaas: Rudi Schröder

 

 

Opföhrensdaag

Freedag, 13. Aprilmaand 1984

Sünnavend, 14. Aprilmaand 1984

Sünnavend, 14. Aprilmaand 1984

Sünndag, 15. Aprilmaand 1984

Maandag, 16. Aprilmaand 1984

Dingsdag, 17. Aprilmaand 1984

 

Rullen un jüm ehr Spelers

Eberhard Peperknecht, Fetthöker:

Egbert Wieck

Minni, sien Dochter:

Karen Jarck

Mandus, sien Söhn:

Peter Sielfeld

Jonni, sien Söhn:

Thorsten Junge

Elvira Sanftmut, "Vogeljette":

Hilma Wieck

Tedsche, ehr Söhn:

Jürgen Wingberg

Lisbeth Krull:

Inge Thurmann

Uwe, ehr Söhn:

Kai Lorenzen

Notteboom, Kriminalkommissar:

Wolfgang Vacano

Juliane, sien Dochter:

Petra Revello

Paul Krüger, Jonnis Fründ:

Jörn Schröder

 

Achter de Kulissen

Speelbaas:

Rudi Schröder

Sien Hülp:

Ute Klameth

Toseggersch:

Inge Schwenn

Lüüd an de Siet:   

Hannelore Schramme

Prüük un Visaasch:

Silke Lorenzen,

 

Karin Lorenzen

Lüchtmoker:

Hanns Wieck

Bühnenidee:

Rudolf Seeburg

Bühnenbu:

Ellinor Rother,

 

Jürgen Schönlein,

 

Hans Klameth

 

Lütt beten wat to dat Stück

Elvira Sanftmut, genannt Vogeljette, kommt als neue Haushälterin in das Haus des Fettwarenhändlers Peperknecht. Dort erlebt sie, wie die drei halbwüchsigen Kinder Minni, Madus und Jonni ihrem Vater auf der Nase herumtanzen. Mandus hat seine Lehre abgebrochen und ist arbeitslos. Minni ist Frisörlehrling und sieht sich in ihren Träumen als Mannequin über den Laufsteg tänzeln. Jonni geht noch zur Schule und hat so allerhand Flausen im Kopf. Gemeinsam mit seinen Freunden Paul und Uwe wird er in einen Diebstahl verwickelt, dem Kommissar Notteboom auf die Schliche kommt. Nootebooms Tochter Juliane fühlt sich, zu seinem Leidwesen, zu Mandus hingezogen, welcher natürlich kein respektabler Umgang ist. In diesem Durcheinander versucht nun Elvira energisch für Ordnung zu sorgen. Der ganze Wirbel wird perfekt, als Elviras Sohn Tedsche aufkreuzt, um seine Mutter zu besuchen. Diese ist jedoch spurlos verschwunden...

 

Presse

Kritisch gesehen:
"Vogeljette".
Die Rissener Volksspielbühne spielte das niederdeutsche Volksstück von Adolf Woderich. Das Frühjahrsstück "Vogeljette" war ein lustiges, nicht übermäßig anspruchsvolles Stück mit leicht kriminellem Einschlag.
Eberhard Peperknecht (Egbert Wieck) als Vater, immer ein bißchen tüdelig und mit herrlicher Mimik, gefiel im Laufe der Aufführung immer besser. Man merkte ihm an, daß er ein großes Repertoire hat.
Elvira Sanftmut (Helma Wieck) konnte ihrem Namen nicht gerecht werden, dafür ihrer Rolle als resolute Huushöllersch umso mehr. Sehr Überzeugend und keineswegs übertrieben wirkte sie im 3. Akt, als sie ganz schön angesäuselt wieder auftauchte. Ein Kabinettstückchen besonderer Art.
In weiteren Rollen gefielen Jonni (Thorsten Junge) und Mimi (Karen Jack), zwei Peperknecht-Kinder. Er war so schön schlaksig und voller Spielfreude, daß man ihn gern in einer größeren Rolle sehen würde. Sie spielte die schnippische Tochter, die zu etwas Höherem geboren schien, auch überzeugend. Liesbeth Krull (Inge Thurmann) wirkte auf mich leicht überzogen. Ein bißchen weniger wäre mehr gewesen.
Was man aus kleinen Rollen machen kann und was nicht - hier gab es Beispiele. Paul Krüger (Jörn Schröder) als halbstarker Krimineller, konnte seiner Rolle zu jedem Zeitpunkt gerecht werden. Notteboom dagegen als Kriminalpolizist (Wolfgang Vacano) war in meinen Augen eine Fehlbesetzung. Solange man nicht in die Rolle schlüpft, die man darstellen soll, muß man an sich selbst noch arbeiten. Ein Stück ist eben erst dann aus, wenn auch der letzte Vorhang gefallen ist.
Trotzdem brachte Rudi Schröder eine schöne Esemble-Leistung - mit dem Mut, auch Neulinge in ein abendfüllendes Stück einzubauen - zustande.
Das Rissener Publikum dankte es dann auch mit reichlich Beifall.

(Verbandskritiker Klaus Müller)

 

Zur "Vogeljette" erhielten wir auch wieder einmal eine Zuschrift eines "normalen" Zuschauers, (allerdings ohne Namensnennung).
Erlebenswertes "Amateurtheater"
Ausgerechnet für Freitag, den 13.4.1984 war die Premiere des Frühjahrsstücks "Vogeljette" der Volksspielbühne Rissen angesetzt. Doch die Amateurdarsteller ließen sich vom Aberglauben nicht abschrecken. Auch dieses Mal hat das Ensemble ein Stück mit aktuellen zwischenmenschlichen und gesellschaftspolitischen Problemen schwungvoll auf die Bühne gebracht, gemeint sind Generationskonflikt, familiäre Auseinandersetzungen und Jugendkriminalität.
Zum Inhalt: Dem Witwer und Fettwarenhändler Eberhard Peperknecht tanzen seine drei halbwüchsigen Kinder auf der Nase herum. Das ändert sich schlagartig, als die Haushälterin Elvira Sanftmut, wegen ihres "Vogelticks" auch "Vogeljette" genannt, das Regiment im Haus, im Laden und in der Erziehung übernimmt. Herrlich dabei der unpassende Name "Sanftmut" für die resolute Haushälterin, die aus dem Hausherrn respektlos "Peerknecht" macht. Nach einigen unvermeidlichen Verwicklungen finden sich am Schluß die Paare zum Happy-End. Die Besetzung und Kostümierung der Rollen wurde mit viel Einfühlungsvermögen in die verschiedenen Charaktere vorgenommen. Stellvertretend sei hier Inge Thurmann erwähnt, die ihre Rolle als vornehmtuende Liesbeth Krull, Besitzerin eines Hundehotels ("HuHo") überzeugend dargestellt hat. Erstaunlich sicher bewährten sich die "Neuen", Petra Revello und Kai Lorenzen, auf der Bühne. Von Lampenfieber war ihnen, wie den anderen Darstellern nichts anzumerken. Schade allerdings, daß noch nicht alle Schauspieler gelernt haben, die Stimme in der richtigen Intonation einzusetzen. Einige waren zu laut, andere demgegenüber zu leise und kaum zu verstehen.
Das ansprechende Bühnenbild stellte ein typisches Ladenhinterzimmer dar und trug zu der gelungenen Aufführung der Komödie "Vogeljette" bei.

 

Szenen-Fotos

 

 

Thorsten Junge - Jörn Schröder

 

Hilma Wieck - Karen Jarck

 

Hilma Wieck - Thorsten Junge

 

 

Inge Thurmann - Wolfgang Vacano

 

Karen Jarck - Jürgen Wingberg

 

Hilma Wieck - Egbert Wieck

 

Egbert Wieck - Wolfgang Vacano - Inge Thurmann - Karen Jarck - Hilma Wieck - Jürgen Wingberg

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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