Wir über uns

 

Wi spelen in'n Harvst 1977:

"Mine Tante - Tine Tante"

 

En lustig Spill in dree Törns

vun Erhard Asmus

Speelbaas: Heiner Tewes

 

 

Opföhrensdaag

Freedag, 4. Novembermaand 1977

Sünnavend, 5. Novembermaand 1977

Sünndag, 6. Novembermaand 1977

Maandag, 7. Novembermaand 1977

Dingsdag, 8. Novembermaand 1977

 

Rullen un jüm ehr Spelers

Tante Mine:

Elfi Bergel

Tante Tine:

Herta Mutschink

Lorenz, Tante Mines Söhn:

Jürgen Wingberg

Antje, Tante Tines Dochter:

Silke Lorenzen

Fieken, Grootdeern:

Annelie Lettermann

Jehann, Grootknecht:

Egbert Wieck

Rieke, Lüttdeern:

Sabine Mutschink

Paul Grassmeier, Hannelsmann:    

Günter Schramme

 

Achter de Kulissen

Speelbaas:

Heiner Tewes

Toseggersch:

Christel Tewes

Lüüd an de Siet:

Elke Novitski,

 

Irmgard Ehrich

Prüük un Visaasch:    

Regina Wieck,

 

Silke Lorenzen

Lüchtmokers:

Herbert Lettermann,

 

Albin Novitski

Toon:

Jörn Schröder

Bühnenbu:

Alfred Bergel,

 

Uwe Fischbeck,

 

Jonny Teich

 

Lütt beten wat to dat Stück

Sie sind schon ein kerniges Geschwisterpaar, Mine und Tine, Witwen und Erben des stattlichen Lindenhofes. Beide Dickschädel und dennoch voller Gegensätze: Mine eher mütterlich, einlenkend, Tine zickig und kompromisslos. Als sich auch noch Lorenz, Mines Sohn, und Antje, Tines Tochter, ineinander verlieben (ausgerechnet!), rauscht es gewaltig in den Linden, die dem Hof seinen Namen gaben. Und dann sind da noch die Großmagd Fieken und der Großknecht Jehann, die es mit ihrer Herrschaft weiß Gott nicht einfach haben und vorerst auch nicht zu Pott kommen. Wer aber hätte gedacht, dass die grantige Tine lichterloh für den Handelsvertreter Paul Grassmeier entbrennt, dessen Absichten eindeutig aufs Materielle zielen?!

 

Presse

Mine Tante - Tine Tante
Aufführung der V.B. Rissen am 6.11.1977

Eine Fahrt nach Rissen lohnt sich immer. - Garantiert werden: herzlicher Empfang, freundliche Atmosphäre vor und nach der Aufführung, die Möglichkeit, sich während der Pause an Getränken zu erfrischen, erstklassige Information durch ein Programm (kostenlos), das hervorragend aufgebaut ist, und nicht zuletzt, gutes Spiel. Bei all diesen Annehmlichkeiten nimmt man das harte, rutschige Gestühl gern in Kauf. Eine kleine Extrawurst (Kissen), überreicht durch Lisa Schröder, macht mich immer ein bißchen verlegen. Ich sitze jetzt weich, aber das Rutschen verhindert auch das Kissen nicht.
Doch nun zum Spiel: Erster Applaus für die Souffleuse (Christel Tewes), die zu ihrem "Kasten" geleitet wird, der vor der Bühnenrampe steht.
Zweiter Applaus für ein hübsches, milieugerechtes Bühnenbild, belebt durch einen herrlichen, viel Tiefe vermittelnden Prospekt. Es zeichnen verantwortlich: Alfred Bergel, Uwe Fischbeck und Jonny Teich. - Eine Inhaltsangabe des Lustspiels von Erhard Asmus erspare ich mir. Ich möchte mich lieber den Darstellern widmen. Voran Mine Tante (Elfriede Bergel), Witwe und Miterbin des Lindenhofes, ein mütterlicher, ruhiger, ausgleichender Charakter, der aber nicht ausschließt, auch einmal mit Maßen energisch zu werden. Elfriede Bergel hat diesen Typ genau getroffen und überzeugend dargestellt. Ihre trocken abgeschlossenen Pointen ernteten viel Lachen und Applaus. Im Gegensatz dazu Herta Mutschink als Tine Tante, Mines Schwester, ebenfalls Witwe und Miterbin des Lindenhofes, allerdings "hochgeboren", herrschsüchtig und gebieterisch, was wiederum nicht ausschließt, daß sie sich - durch Komplimente junggejubelt - in den aalglatten, auf ihr Geld schielenden, Handelsvertreter Grassmeier verliebt. Auch Herta Mutschink hat mich als Typ und Darstellerin in den Grundzügen überzeugt, wenn auch Routine und Ausgeschliffenheit fehlten; dafür hatte sie den schwierigeren Part zu spielen.
In Jürgen Wingberg (Lorenz), Silke Lorenzen (Antje) und Sabine Mutschink (Rieke) präsentierte sich der talentierte Nachwuchs der V.B. Rissen. Jürgen Wingberg in seiner unaufdringlichen, überzeugenden Art, Silke Lorenzen (ihre Gymnastikeinlage war eine Augenweide) als freches, natürliches Mädchen und Sabine Mutschink, die sich als Kleinmagd wohl zu wehren verstand, wußten zu gefallen. Stimmlich werden sich diese Darsteller allerdings noch verbessern müssen (Aufgabe der Spielleiter).
Günter Schramme (Paul Grassmeier, Handelsvertreter) war vom Talent her keine Fehlbesetzung, doch aus dieser dankbaren Rolle war viel mehr herauszuholen. Schauspielkunst heißt: sich in jeden gewünschten Typ verwandeln zu können.

Kommen wir zu den sogenannten Paraderollen. An Annelie Lettermann (Fieken, Großmagd) lag es nicht, daß diese Rolle nicht zu einem Höhepunkt wurde. Wenn man eine Darstellerin so gede...hnt doof sprechen läßt, muß man sich nicht wundern, wenn die mögliche Wirkung ausbleibt. Daß sie mitunter zu verdientem Szenenapplaus kam, lag daran, daß sie manchmal aus diesem Schema ausbrach und die Rolle so sprach, wie sie hätte gesprochen werden müssen. Sie erreichte damit einen guten Gesamteindruck. Egbert Wieck (Jehann, Großknecht) war allein das Eintrittsgeld wert. Was dieser Darsteller an Mimik, Gestik und Bewegungsspiel auf die Bühne bringt, ist einfach köstlich. Die Spielleiter mögen sich trösten, wenn sie dieses Vollblut nicht bremsen können, denn ER kommt an. Und was wichtig ist, ein Komödiant. Raten Sie mal, was mir lieber ist.
Spielleiter Heiner Tewes hat viel Mühe und Kleinarbeit aufgewandt. Das Stellungsspiel war gut ausgearbeitet, jeder Winkel der Bühne wurde ausgenutzt. Ich hätte mir allerdings etwas mehr Esprit gewünscht. Ausspielen gut und schön, aber nicht auf Kosten des Tempos. Herzlichen Dank für den netten Abend.

(Verbandskritiker Gerd Röhrig)


Es fehlen noch jugendliche Liebhaber
Rissen. Ein Riesenerfolg wurde die Aufführung des niederdeutschen Lustspiels „Mine Tante — Tine Tante" durch die Volksspielbühne Rissen. In dem „lustig Spill in dree Törns" von Erhard Asmus sind die Schwestern Mine und Tine, gemeinsame Erben des Lindenhofes, hoffnungslos zerstritten. Mines Sohn Lorenz und Tines angenommene Tochter Antje verlieben sich natürlich prompt ineinander. Daß die beiden sich kriegen, haben sie Mine und Tine zu verdanken.
Neben den Hauptdarstellern Elfriede Bergel (Mine), Herta Mutschink (Tine), Silke Lorenzen (Antje) und Jürgen Wingberg (Lorenz) begeisterten vor allem auch Annelie Lettermann als Großmagd Fieken und Egbert Wieck als Großknecht Jehann das Publikum.
Trotz der guten Einnahmen an fünf Spieltagen in der Aula der Schule am Iserbarg plagt die 1955 gegründete Rissener Volksspielbühne eine Sorge. Es fehlt ihr nämlich an Nachwuchsdarstellern, speziell an jugendlichen Liebhabern.

(Hamburger Abendblatt)

 

Szenen-Fotos

 

 

Annelie Lettermann - Egbert Wieck

 

 

Herta Mutschink - Silke Lorenzen

 

Egbert Wieck

 

Egbert Wieck - Silke Lorenzen

 

Egbert Wieck

 

Egbert Wieck - Annelie Lettermann

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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