Wir über uns

 

Wir spielten zu Weihnachten 1970:

"Kasperles abenteuerliche Reise

zum Weihnachtsmann"

 

Märchenspiel in 5 Bildern

von Hilma Wieck

Regie: Hilma Wieck

 

 

Aufführungen

Sonnabend, 12. Dezember 1970

Sonntag, 13. Dezember 1970

 

Handlung

Wer kennt das nicht? Es ist der Tag vor Heilig Abend, und man hält es vor Spannung und Vorfreude kaum aus. Bekommt man die Geschenke, die man sich gewünscht hat? Wie sieht der Weihnachtsmann wohl aus? Gibt es vielleicht schon Spuren, die darauf hinweisen, dass der Weihnachtsmann kommen wird? Auch den Kindern Hans und Petra geht es nicht anders. Sie können nicht einschlafen und würden doch zu gerne einen Blick in die Weihnachtsstube werfen. Doch die Tür ist abgeschlossen, und die Mutter sagt, dass nur der Weihnachtsmann den Schlüssel habe. In ihren Träumen (?) erscheint ihnen der Kasper und nimmt sie mit auf eine Reise durch das Märchenland, um den Weihnachtsmann zu finden.

 

Die Autorin

Wir stellen vor: Hilma Wieck (von Bärbel Fischbeck)

Wer zählt die Rollen, weiß noch deren Namen? Für unser "Frollein Schalotte", Hilma Wieck, haben wir sie gezählt: die Rolle der resoluten Oma in "Oma ward verköfft" war ihre 37ste! Sie war ja auch von Anfang an dabei, hat die ersten, noch unsicheren Schritte der VBR nach der Gründung 1955 miterlebt, die ersten Sketche und "Bunten Abende" im damaligen Heidehaus. Denn musische Talente hat Hilma Wieck reichlich aufzuweisen, vom Theaterspielen über Flöte-, Akkordeon- bis hin zum Spiel an der Heimorgel. Wer kennt nicht als VBR-Stammgast die entzückenden Tanzeinlagen der Blumen, Elfen, Engel und Zwerge in unseren Märchenspielen zur Weihnachtszeit, wenn es hieß: Spielleitung: Hilma Wieck? Eines davon - "Kasperles Reise zum Weihnachtsmann" - kindergerecht, mit vielen lustigen Einfällen, hat sie selbst geschrieben und einstudiert. Es wurde mit großem Erfolg zuletzt 2001 zum 5. Mal aufgeführt.

Vielseitig ist Hilma Wieck auch auf der Bühne: sich auf einen Typ festlegen zu lassen, kommt für sie nicht in Frage. Da wurde der Vamp Mia in "Rund üm Kap Hoorn" (1965) genauso gekonnt auf die Bretter gelegt wie die resolute Tante Louise in der französischen Gaunerkomödie "Familienpapiere". Zu "Rund üm Kap Hoorn" muss noch angemerkt werden, dass diese herrliche niederdeutsche Komödie vun de Woterkant zum 20jährigen Jubiläum der VBR im Frühjahr 1975 wiederaufgeführt wurde. Für die Spielleitung zeichnete... Hilma Wieck verantwortlich. Mit Musik- und Tanzeinlagen und gewaltigem Statistengetümmel - was ist denn eine Hafenkneipe ohne Publikum - brachte sie eine echte Novität in die Aufführungen, mit sicherem Instinkt für das, was den Zuschauern gefällt. Diese Inszenierung gehörte seinerzeit zu den erfolgreichsten in der Geschichte unserer Bühne. "Schlaflose Nächte genug hat sie mich gekostet", lacht Hilma Wieck, "dieser Massenaufmarsch in der Bühnenkneipe 'Kap Hoorn' hätte ja auch ins Auge gehen können, schließlich bin ich nicht der Fritz Lang." Nun, die Szenen sind großartig angekommen, und die Bühnenbauer wissen zu berichten, dass extra eine große Auftrittsrampe mit dicken Bohlen als Stützen konstruiert werden musste. Einer größeren Anzahl von Ehefrau- und Mutterrollen hat Hilma Wieck Profil gegeben. "Meine liebste von allen war bisher die Ella, Ehefrau des Daniel Broczowsky, seines Zeichens Installateur im Kibbuz, für die soviel von dem Stück Papier Trauschein abhängt", sagt sie. "Ich bin froh, dass ich diese Rolle mit meinem Mann zusammen in Ephraim Kishons tiefsinniger Komödie spielen durfte." "Komische Rollen mag ich auch sehr gern", berichtet sie weiter, "ich denke da an die schrullige Millionärin in "Wunschträume" und an die plietsche Magd Liese in "Dat Doktorbook"." Wir denken außerdem noch mit Vergnügen an "Frau brigittes" "Minschfoot - Peerfoot, Minschfoot - Peerfoot", das sie als Zeugin gegen den Dorfrichter Adam in "De tweismeten Kruk" (Kleist auf Niederdeutsch) eindrucksvoll hervorbrachte. Ein Glanzlicht setzte sie 1976 mit der Rolle der Helene Engel zusammen mit Elfi Bergel als Elvira Engel in "...un baven wahnen Engels". Einfach "himmlisch"! (...)

 

Presse

Kleine Zuschauer verzaubert:
Die Aula der Schule Iserbarg war an drei Vorstellungen bis auf den letzten Platz gefüllt. Denn wer von den Kleinen wollte sich nicht über „Kasperles abenteuerliche Reise zum Weihnachtsmann" informieren. Mit sehr viel Phantasie und einem ungeheuren Kostenaufwand für Dekoration und Kostüme verzauberte die Volksbühne Rissen diesmal ihre kleinen Zuschauer. Sie sahen, wie der Kasper dem Geschwisterpaar Hans und Grete in märchenhafter Weise den Weg zum Weihnachtsmann zeigt. Im Wald trafen sie Rumpelstilzchen, tanzten mit den sieben Zwergen, fürchteten sich vor der bösen Hexe, lernten einen „richtigen" Prinzen kennen und eine traurige Prinzessin, die niemals lacht. Zusammen mit Hans und Grete ist Kasper dem Prinzen aufs Schloß gefolgt, wo die drei den wichtigen Schlüssel bekommen können, wenn er es schafft, daß die Prinzessin endlich wieder lacht. Ohne den Schlüssel kann nämlich niemand zum Weihnachtsmann gelangen. Nun versucht Kasper alle möglichen Tricks: Jedem im Schloß erzählt er, daß de'r Star aus seinem „Flohzirkus" „ausgebrochen" ist. Und als sich alles kratzt und scheuert, weil jeder das Gefühl hat, er selbst hätte nun den Floh, beobachtete Kasper ganz nebenbei die Prinzessin, ob sie denn schon lacht. Aber die hübsche Königstochter blieb stumm. Doch als Kasper die Prinzessin über seinen Scherz, den er mit dem gesamten Hofstab trieb, einweihte, fing die Schöne plötzlich schallend an zu lachen, überglücklich über die Umwandlung der Prinzessin gab der Prinz Kasper den Schlüssel, damit dieser mit Hans und Grete seinen Weg zum Weihnachtsmann fortsetzen konnte. Es gab in der Aufführung keinen einzigen schwachen Punkt. Gerade vor Kindern zu spielen, ist eine äußerst schwierige Aufgabe: immer muß Bewegung da sein. Aber die Darsteller der Volksbühne Rissen haben sich glänzend auf ihr junges Publikum eingestellt. Eine ausgezeichnete — fast profihafte — Leistung von Bärbel Fischbeck als Kasper, die es hervorragend verstand, die Kinder von der ersten Minute an mitzureißen. Vom Bühnenbild bis zur Inszenierung ist bei der Volksbühne Rissen alles perfekt gewesen.

(Norddeutsche Nachrichten)

 

Szenen-Fotos

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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