Wir über uns

 

Wir spielten im Frühjahr 1963:

"Das Haus im Moor"

 

Ein Kriminalstück in 3 Akten

von Manfred Dix

Regie: Otto Schröder

 

 

Aufführungstermine

Freitag, 26. April 1963

Sonnabend, 27. April 1963

Freitag, 10. Mai 1963

 

Aufführungsort

Heidehaus,

Im Probstei-Jugend- und Freizeitheim Iserbarg

 

Personen und Darsteller

Martha Naundorf, Wirtin zum "Haus im Moor":    

Gertrud Abelbeck

Helga, ihre Tochter:

Antje Reinke,

 

Verena Jaeckel

Professor Xanten, Privatgelehrter:

Heiner Tewes

Frl. Mühsam, seine Hausdame:

Hilma Wieck

Günther Redlich, Kunstmaler:

Wolf-Dieter Neitzke

Bruns, Dorfgendarm:

Erich Hübner

Heinrich, Faktotum im "Haus im Moor":

Erwin Wehr

 

Hinter den Kulissen

Spielleitung:

Heiner Tewes

Beratung:

Manfred Dix

Souffleuse:

G. Moosmeyer

Maskenbildner:

Friseurmeister W. Brock

 

Presse

Der Autor sah sein Stück in Rissen zum erstenmal

Offenbar ist der geheimnisvolle Mörder endlich gefunden. Um ganz sicherzugehen, halten der Polizist und ein Gast der einsamen Pension im Moor den Privatgelehrten mit ihren Schießeisen in Schach. Wenn es stimmt, hat er fünf Morde auf dem Gewissen. Nun, im weiteren Verlaufe des Kriminalstückes "Haus im Moor" kann der Professor schließlich seine Unschuld beweisen. Das Ende ist, wie ja auch in guten Kriminalromanen, natürlich ganz anders als erwartet.

Zweimal führte die Volksspielbühne Rissen das "Haus im Moor" im Rissener Heidehaus auf. Am Freitag, 10. Mai, wird die Aufführung im Jugend- und Freizeitheim der Probstei Blankenese-Pinneberg am Iserbarg in Rissen wiederholt. Die besondere Überraschung dieser Rissener Aufführung: Der Autor des Stückes, Manfred Dix, lud die Spieler im Anschluss an die erste Rissener Aufführung zu einem kleinen Umtrunk ein. Zufällig hatte er ein Plakat mit der Spielankündigung gelesen. Obwohl er das Stück bereits 1948 schrieb und es seit damals auch schon öfter aufgeführt wurde, sah er es hier in Rissen zum erstenmal.

(Hamburger Abendblatt)

 

Erfolg für Grusical

Knisternde Spannung erlebten mehr als 200 Besucher im großen Saal des Heidehauses. Die Volksspielbühne Rissen hatte sich an die Aufführung eines Krimis gewagt. Der Versuch hat sich gelohnt. Es gab stürmischen Beifall auf offener Szene und am Schluß des Spieles Blumen für die Darsteller. Prominentester Gast dieses Abends war der in Rissen wohnende Dichter dieses Stückes, Manfred Dix. Des großen Erfolges wegen wird die Volksspielbühne Rissen ihre Aufführung "Das Haus im Moor" wiederholen. (...) Viel Mühe gaben sich die Spieler der Volksspielbühne, den Zuschauern eine Gänsehaut über den Rücken laufen zu lassen. Das Grusical spielte, wie der Titel schon sagt, im Moor. Das Haus im Moor, eine kleine Pension, wird zum Treffpunkt scheinbar zweifelhafter Gestalten. Niemand traut dem anderen über den Weg, bis zum grotesken Ende. Die Spieler zeigten ausgezeichnete Leistungen.

(Norddeutsche Nachrichten)

 

"Das Haus im Moor", ein Krimi in 3 Akten von Manfred Dix, ein Stück vom Diamantenschmuggel bis zum Mord, wurde von der VB Rissen am 27. April 1963 im Heidehaus aufgeführt. Es war schade darum, das Stück und die Aufführung hätten einen besseren Besuch verdient. Trotzdem war ich gespannt, wie sich die Rissener zu ihrem gewählten Stück stellen und was sie daraus machen würden. Ja, nun kommt eigentlich der Hauptpunkt: soll ich den Inhalt des Stückes schildern und mit einer Verallgemeinerung enden? Oder den vielleicht unbequemen Weg gehen und sagen, was mir gefallen hat an den einzelnen Spielern und was nicht? Ich glaube, das ist der richtigere Weg, lernen voneinander, füreinander. Ja, lieber Spielleiter Unbekannt, etwas straffer die Zügel, hätte dem Stück keineswegs geschadet, eher das zu Lockere. Gertrud Abelbeck als Wirtin mit ihrer Tochter Helga waren in ihren Rollen drin, wie man so sagt, ohne Verzierung, dauernd beim Spiel, auch ohne Worte; dabei lag der stärkere Kontrast der Jugend gegen die Älteren in guten Händen bei der Helga (Antje Reinke). Heinrich Tewes als Professor Xanten und Kriminalrat gab seine Rolle, die Zwielichtigkeit in Maske und Stimme, sehr gut wieder. Hilma Wieck als Fräulein Mühsam, ihres Zeichens Haushälterin beim Professor, brachte mit ihrem guten Spiel und mit ihrem netten Dutt eine heitere Note in das düstere Geschehen. Wolf-Dieter Neitzke als Kunstmaler hatte wirklich viel zu tun, um seine Hände dauernd in diverse Taschen zu versenken. Lieber Wolf-Dieter, Hände können zu gegebener Zeit sprechen, sie können etwas bekräftigen, was ohne ihre Hilfe vielleicht leer und hohl wirken würde, nur man muss sie beherrschen, sie zu gegebener Zeit einsetzen. Ebenso die Pfeife, man kann damit nicht einen ganzen Akt herumhantieren, um sich zum Schluss eine Zigarette anzuzünden. Also mich hat das ewige Gefummel nervös gemacht, warum musste das eigentlich sein? Bringst doch alles mit, hast eine gute Figur, schöne Stimme und die Liebesszene mit der Antje war gekonnt. Höre in Zukunft etwas auf den Spielleiter. Erich Hübner als Dorfgendarm und Schmuggler war ein gemütliches Haus, man kann die Rolle auch so bringen, wie er sie brachte, das ist Sache des Spielleiters, aber das Gegenteil hätte der Sache mehr genützt. Erwin Wehr als Faktotum des Hauses im Moor spielte seine Rolle genau so finster und scheu, wie seine Verbrecherrolle es ihm vorschrieb. Trotz aller Dinge, die mir nicht gefallen haben, muss ich sagen, dass es mich nicht gereut hat, zu Euch rauszufahren. So beengt, wie Eure Bühne ist, so habt Ihr doch alles daraus gemacht, was möglich ist. Mir hat das Bühnenbild gut gefallen, ebenso Euer Elektriker, er war auf Draht.

Scönen Dank, und ich komme gerne wieder zu Euch, VB Rissen.

(Verbandskritiker Herbert Müller)

 

Aus dem Nähkästchen

Wir gastierten mit diesem Stück im damaligen Jugend- und Freizeitheim am Iserbarg, da es dort Bühne und Saal gab und es sich abzeichnete, dass das Heidehaus verkauft werden würde. Allerdings mussten wir feststellen, dass unsere Kulissen für die dortige Bühne zu hoch waren. Unser Bühnenmeister spannte kurzum schwarze Vorhänge auf zwei Latten oben und unten und eine dritte zur Stabilisierung. Nur hatte er nicht bedacht, dass neues Holz, wenn es längere Zeit der Wärme der Scheinwerfer ausgesetzt ist, sich verändert. Diese Veränderung geschah mitten während des Stücks. Wusch, und die Kulisse fiel zusammen wie ein Kartenhaus!

 

Manfred Dix, der Autor, hatte zufällig von der Inszenierung erfahren und gab der Crew während der Probenarbeit Tips und Einsichten mit zuhilfe.

 

Szenen-Fotos

 

 

 

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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