Wir über uns

 

Wir spielten im Herbst 1963:

"Das Ferienparadies"

 

Drei heitere Akte

von einer Zweifamilienreise

von Michael Brett

Regie: Heiner Tewes

 

 

Aufführungstermine

Freitag, 18. November 1963

Sonnabend, 19. November 1963

Freitag, 8. November 1963

 

Aufführungsort

Heidehaus

 

Personen und Darsteller

Herr Dreißig:

Karl von Appen

Frau Dreißig:

Hilma Wieck

Bob, beider Sohn:

Bernd Wall

Lissy, beider Tochter:

Antje Reinke

Herr Sponselt:

Erich Hübner

Frau Sponselt:

Gertrud Abelbeck

Natalie, beider Tochter:

Annelie Warnke

 

Hinter den Kulissen

Spielleitung:

Heiner Tewes

Souffleuse:

G. Moosmeyer

Maskenbildner:

Friseurmeister W. Brock

 

Presse

"Das Ferienparadies" in Rissen

Der Herr Sponselt hat einen über den Durst getrunken. Er ist "blau". und das zum erstenmal in seiner Ehe. Überflüssig, dass er in seinem Zustand auch noch auf einer Vase blasen will und so zum allgemeinen Krach beiträgt. Denn Lärm genug gibt es in dem Stück "Das Ferienparadies" von Michael Brett sowieso. Die Volksspielbühne Rissen führte die drei heiteren Akte zur Premiere mit großem Erfolg im Heidehaus auf. Das Ehepaar Sponselt mit seiner Tochter Natalie sowie das Ehepaar Dreißig mit Sohn Bob und Tochter Lissy wollten eigentlich gemeinsam in einem Haus friedliche Ferien verbringen. Aber rangierende Güterzüge und das Bim-bam von nahe gelegenen Glocken lassen keine Ruhe aufkommen. Das strapaziert die Nerven, und es entsteht ein handfester Krach nach dem anderen. Lissy trägt fleißig dazu bei. Als Bob und Natalie sich verloben wollen, kommt neuer Ärger auf. Man schimpft, tobt, lacht und weint, aber das gute Ende bleibt nicht aus. Die Regie in diesem turbulenten Stück führt zum erstenmal Heinrich Tewes. Die Aufführung verspricht für alle ein Erfolg zu werden.

(Hamburger Abendblatt)

 

Rissen. Aufbrausender Beifall im Heidehaus. Mehr als 200 Zuschauer erlebten hier die Premiere der Volksspielbühne Rissen mit ihrem heiteren Dreiakter „Das Ferienparadies", von Michael Brett. Blumen und herzlicher Applaus auf offener Szene waren der Dank für die überraschenden Leistungen, die auf der Bühne geboten wurden.
Dort wurde herzhaft gelacht, bitterlich geweint, geschimpft, getobt und geliebt. Und das alles, weil zwei befreundete Familien auf die Idee kamen, sich in den Ferien gemeinsam ein Häuschen zu mieten. Aus dem gewünschten Ferienparadies wird jedoch bald eine von allen verwünschte Hölle, der jeder entfliehen möchte. Es ist immer wieder die freche Göre Lissy (Antje Reinke), die mit ihren tolldreisten Streichen die ruhesuchenden Urlauber zur Raserei bringt. Würde sie jedoch mit ihrem Talent ein wenig mehr haushalten, könnte sie noch überzeugender wirken. Großartig beherrschten auch Karl von Appen, Hilma Wieck, Bernd Wall, Gertrud Abelbeck, Annelie Warncke und Erich Hübner als geknechteter Ehemann ihre Rollen.
Die Rissener waren zufrieden mit den Leistungen der theaterbesessenen Amateurspieler. Das Stück wurde zügig gespielt, dafür sorgte Spielleiter Heinrich Tewes, der zum erstenmal hinter dem Regiepult saß, während er sonst selbst mit auf der Bühne gestanden hat. Seitdem in Rissen Theater gespielt wird, ist er dabei. Seinen ersten Erfolg als Spielleiter hat er sicher in der Tasche.
Wer nun den heiteren Jux vom Ferienparadies noch einmal sehen möchte: Am Freitag, dem 8. November, 20 Uhr, spielt die Volksspielbühne Rissen das Stück im Jugend- und Freizeitheim der Propstei Blankenese-Pinneberg, am Iserbarg.

(Norddeutsche Nachrichten)

 

Die Volksspielbühne Rissen bringt:
"Ferienparadies", ein heiterer Dreiakter von Michael Brett.
Mit diesem Stück eröffnet dife VB Rissen ihre Wintersaison 1963/64 und sie hofft, mit dem "Ferienparadies" einen glücklichen Griff getan zu haben. Wie schon in den anderen Jahren zuvor, wird man auch wieder nach Bad Bramstedt fahren und alte Kontakte auffrischen. Der Kreis der Anhänger unserer Bühne erweitert sich ständig und man kann zweifellos behaupten, daß sich derjenige, der diese Aufführungen versäumt, viel Freude und Heiterkeit entgehen läßt. Es ist auch nicht verwunder lich, daß die Mitglieder dieser Bühne immer wieder mit Begeisterung bei der Sache sind; ein Hobby also, das neben dem Spaß auch noch die Persönlichkeitsbildung in sich birgt. Was der VSB noch fehlt, sind neben fördernden Mitgliedern auch noch bühnentechnische Helfer und ältere Schauspieler.

(Rissener Rundschau)

 

Rissen macht Fortschritte
Mag der Saal ungemütlich sein, mag das ganze Milieu einer Theateraufführung zuwider sein, sie werden erstaunlicherweise mit diesen Dingen fertig und kommen sichtbar voran. Ich bin sehr gern hingefahren, um „Das Ferienparadies", anzuschauen, besonders um einen Vergleich zu den Leistungen eines früheren Stückes zu finden. Das Urteil ist durchaus positiv. Man schafft dort in Rissen keine Sensation, aber man sorgt für ein stets sehr sauberes Bühnenbild, hat einen fachkundigen Maskenbildner, ebenso stimmen Beleuchtung, Geräuschkulisse und alles andere, was dem Darsteller hilft, in jeder Beziehung vorbildlich. Man spielt auch gut, und man hat eine Antje Reinke, ein Naturtalent von hohen Graden. Ich will ihr nur wünschen, daß sie immer Spielleiter hat, die sie nicht nur aus Bequemlichkeitsgründen als Zille-Göre herausstellen, das wäre schade um dieses Talent. Hier lohnt es sich wahrlich, einmal darüber nachzudenken, was diese Frau denn außer dieser Type bewältigen könnte. Ich habe ein „Gespür", daß ein gescheiter Regisseur diese Darstellerin auch in einer ernsten, gewichtigen Aufgabe glückhaft führen könnte.
Wegen der vorherigen Ausführlichkeit mögen die übrigen Darsteller nicht glauben, ihre wirklich insgesamt guten Leistungen seien unbeachtet geblieben, im Gegenteil, niemand fiel ab, aber mit der Sprache hapert es! Warum, Herr von Appen, betonen Sie bei jedem Wort die Endsilbe so kräftig, daß es klingt, als ob der kleine Moritz im ersten Schuljahr aus der Fibel vorliest? Das ist unnatürlich, sprechen Sie, ebenso wie Ihre Kollegen, doch bitte wie ein Mensch im Leben, und sagen Sie Ihrem Spielleiter, daß das oberste Gesetz jeder Regie Natürlichkeit sein muß.
Ansonsten war es mir eine Freude, diesen Abend wahrgenommen zu haben.

(Verbandskritiker Hans Timm)

 

Szenen-Fotos

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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